Theodisca (haubrichs U.a.) Rga-e 22

Front Cover
Wolfgang Haubrichs, Heinrich Beck
Walter de Gruyter, 2000 - Literary Collections - 460 pages

Mit theodisca lingua (zu althochdeutsch theoda 'Volk') bezeichnete das frühe Mittelalter jede germanische Volkssprache im Gegensatz zu Latein und seinen Nachfolgesprachen, den romanischen Nationalsprachen Europas. Auch Deutsch, das noch nicht existierte, wuchs aus solchen 'theodisken' Volkssprachen heraus.

Dieser Band ist der Vielfalt jener vordeutschen Sprachen und Literaturen des frühen Mittelalters im Rahmen des fränkischen Reiches gewidmet. Seine Beiträge gehen den Wegen der neueren Forschung im Spannungsverhältnis von Latein und Volkssprache, Mündlichkeit und Schriftlichkeit nach, suchen die pragmatische Interdependenz von Völkern, 'Stämmen' und Sprachen zu bestimmen. Sie messen Strukturen der Sprache, des Wortschatzes und der Bedeutungen aus, graben nach verschütteten Gattungen frühester Dichtung (Heldensage, Lyrik), rekonstruieren schließlich den 'Sitz im Leben' der Literatur zwischen geistlicher und öffentlicher Funktion, zwischen der Welt der Klöster und der Könige.

 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Contents

ELMAR SEEBOLD
10
THOMAS KLEIN
38
JOCHEN SPLETT
60
ROLF BERGMANN
77
KURT GÄRTNER
105
ANNA A GROTANS
110
WOLFGANG KLEIBER
118
CHIARA STAITI
143
Schriften der Hildegard von Hingen
276
winileodos Zu Nonnen Zensur und den Spuren
294
HANSWERNER GOETZ
308
WOLFGANG HAUBRICHS
323
STEPHAN MÜLLER
364
NIKOLAUS HENKEL
387
KLAUS RlDDER JÜRGEN WOLF
414
Register zusammengestellt von Elke Zinsmeister
449

Die pragmatische Zweisprachigkeit in den naturkundlichen
217
CYRIL EDWARDS
271

Other editions - View all

Common terms and phrases