Der Mondschein der Sāṃkhya-Wahrheit, Vācaspatimiçra's Sāṃkhya-tattva-kaumudī: in deutscher Uebersetzung, nebst einer Einleitung über das Alter und die Herkunft der Sāṃkhya-Philosophie

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Verlag der k. Akademie in Commission bei G. Franz, 1891 - Sankhya - 112 pages
 

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Page 37 - Sinneswahrnehmung, und daher ist [anch] die Beobachtung der Aehnlichkeit [des Hausrinds] mit dem Gavaya, wenn man sich des Hausrinds erinnert, eine Sinneswahrnehmung; denn dem Hausrind wohnt keine andere Aehnlichkeit inne als dem Gavaya. Es heisst nämlich der Besitz (yoga) der Gemeinsamkeit überwiegender Theile, welcher der einen Gattung angehört, an der anderen Gattung Aehnlichkeit; und dieser Besitz der Gemeinsamkeit ist ein und derselbe [auf beiden Seiten]. Wird dieser [also] an dem Gavaya...
Page 5 - Such similarities would be invaluable. They would probably enable us to decide whether Buddha borrowed from Kapila or Kapila from Buddha, and thus determine the real chronology of the philosophical literature of India, as either prior or subsequent to the Buddhist era.
Page 101 - Wenn man aber meint, daß die Güte Gottes sich später zeigte, als er nach dem Schöpfungsakt seine Geschöpfe leidvoll sah, so wird man schwerlich über den circulus vitiosus hinwegkommen: infolge der Güte die Schöpfung und infolge der Schöpfung die Güte! Ferner würde ein durch Güte getriebener Gott nur freudvolle Geschöpfe schaffen, aber nicht solche in verschiedenartigen Lagen. Wenn uns hierauf eingewendet wird: >die Verschiedenartigkeit folgt aus der Verschiedenartigkeit des Werkes, dessen...
Page 9 - Hesse, zu vermeiden und uns dahin auszudrücken, dass die Speculation der Brahmanen in allem Werden das Sein, die der Buddhisten in allem scheinbaren Sein das Werden ergreift.
Page 39 - Fassen durch Sinneswahrnehmung das entfaltete , dh Erde usw. seiner Beschaffenheit nach , di in der Form von Topf, Kleid. Stein, Erdklumpen usw. desgleichen durch die »auf etwas früher erfasstem beruhende
Page 39 - Kobold" — . die ist kein Erkenntnissmittel, weil sie eben aus dem Grunde, dass ihr Urheber sich nicht angeben lässt, zweifelhaft ist. Wenn jedoch die Gewissheit vorliegt, dass sie auf einen zuverlässigen Urheber zurückgeht, so ist sie autoritative Ueberlieferung. Durch [alles] dies ist der Satz begründet, dass das Erkenntnissmittel [nur] dreierlei Art ist. Hiermit sind also bisher die...
Page 101 - Wünsche doch alle erfüllt sind, kann an der Erschaffung der Welt [lediglich] kein [persönliches] Interesse gehabt haben; [die Möglichkeit eines egoistischen Zweckes fällt also fort. Aber] auch aus Güte kann er nicht die Schöpfung unternommen haben; denn da vor dem Schöpfungsakt die Seelen keinen Schmerz litten, weil noch keine Sinne, Körper und Objekte entstanden waren, wovon konnte die Güte [Gottes die Seelen] befreit zu sehen wünschen?
Page 32 - Begriff der Schlussfolgerung [als] so definirt [zu betrachten]: die Schlussfolgerung setzt [erstens] die Erkenntniss des Verhältnisses voraus, das zwischen dem ständig begleiteten und dem ständigen Begleiter besteht, und [zweitens die Erkenntniss] der Zugehörigkeit [des ständig begleiteten] zu dem Subjekt der Schlussfolgerung. Die besonderen Arten von Schlussfolgerung, wie sie in einem anderen [dh dem Nyäya-] System *) definirt sind, erwähnt [der Verfasser] mit den Worten; „die Schlussfolgerung,...
Page 41 - Urmaterie, die Seele und die übrigen [vorher genannten Dinge] nicht von der Art sind, dass man sie durch Sinneswahrnehmung erkennen kann, dürfen logisch denkende Leute lediglich auf Grund des Versagens dieses [Erkenntnissmittels] nicht an deren Nichtexistenz glauben. Welches nun aber unter diesen [Hindernissen] ist die Ursache für die Nichtwahrnehmbarkeit der Urmaterie und [ihrer ersten Produkte]? Auf diese [Frage] antwortet [der Verfasser]: 1) Denselben Ausdruck spliUäloka-madhya-varün gebraucht...
Page 41 - Sinneswahrnehmung folgt nicht 4) die Nichtexistenz eines Dinges, weil sonst [die Nichtexistenz] mehr umfassen würde, als sie in der That umfasst. Denn in dem Falle müsste Jemand, der aus einem Hause herausgegangen die Einwohner dieses Hauses nicht sieht, zu der Ueberzeugung kommen, dass diese nicht existiren. Und das ist doch nicht richtig. Wenn dagegen die Sinneswahrnehmung im Falle eines [Dinges] versagb, das [seiner Natur und den Umständen nach wahrgenommen] werden müsste, constatirt man die...

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