Sammlung deutsch-schweizerischer Mundart-Literatur: Aus dem Kanton Bern. 1.-4. Heft

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Page 35 - Alls vergrabt i Chrach u Chluft. Glychanhi ghört mu Gloggenlüten, Harschhorentön u Rüef van Lüten, Ghört 's näher chon zum Stafelstall, Ghört von der Flue den Widerhall Von Rossen, Lüten, Wehr u Waffen; — Jetz ist verby für d' Chniächta ds Schlafen, Ein iedra rüert den Andren an: „Wer steit jetz uuf, wer ist en Man...
Page 36 - s vorby wie Vogelflug; Jetz chömmen Wyber uf den Wägen, In ihrem Arm syn Chinder glägen. Dr Chniächt het gsinnet: Hätt ich glan Doch d'Tür den Friesen offen stahn ! Erst wann dr Tag an Himmel stoßt U ds Früirot an den Glätschern strahlt U dür den duchlen Tannenwald Dr Morgeluft du sust u tost — Da syn verby am Chniächt di Lasten Van denen schüüftren Friesengästen.
Page 16 - Der Ustig wott cho, Der Schnee zergeit scho, Der Himmel isch blaue, Der Gugger het gschraue, Der Meie sig cho.
Page 35 - Die andren Chniächte syn bireit; Chum het sich d' Sunne z'schlafen tan, Syn glahig si un ärstig dran / U hein dr Friesenwag verleit. Druuf legen si in gueten Trüwen Sich ufen Gastrensolder z'lüwen, Hei sich mit linder Lischen deckt; Süß hei si gschlafen, bis si weckt Urplötzlich uuf es schüüfters Chrachen, — Du het ne gschwynet ds Gspött u ds Lachen. 'S het toset, win en Glätscherspalt Zur Föhnzyt albe chlöpft und chnallt. 'S het toset wie dr Würbelluft, Im Ustag sust im Tannewald,...
Page 12 - Gschlächt sog nit es burgerlichs ! Wohl Dem han i's gseit, wie mi doch die grüene Söubuebe *) o mit mym Wappe plagt heige ; er het du chönne schmöcke, er wird wohl o eine gsi sy." „Säg me mr doch nüt vo de junge Herre...
Page 54 - I sydige Hose Schön putzt wie Franzose, Chunnt mänge mit Fraue Die Berge cho g'schaue, U schnupet so gnue. Sie weisse-nu chlage, D'Hitz thüi si z'hert plage, Es drück si der Schueh. Mir Senne sy viel checher Lüt, As die da unte z'Bäre; Sie gäbe wohl gärn tusig Pfund, We si so früsch u starch u g'sund, Wie mir hie obe wäre.
Page 16 - B'hüet ech Gott, ihr Buurelüt, mir wei jitze scheide; Danki Gott u zürnet nüt! Löt di ruche Chüejerlüt Ja-n-ech nit verleide!
Page 11 - Alles so schmürzelig da, daß me froh sy mueß, we me nume gnue überchunnt; mi fott meine, si hätte's ere Iedere apparti zuegmödelet. — Albez het no öppe dr Herr Ratsherr oder dr Iunker Landvogt mit eim es Gspäßli gha und eim o nes Wort möge gönne, het gwüßt, wie me heißt und wo me wohnt, wer dr Vatter gsi isch, und het eim Allerhand vo dr Mueter chönne säge.
Page 34 - I ds Tal embry grad wollt ich gschwind; Es blanget mich na Wyb u Chind; Ietz acht mir zu mim Sachli rächt. Un Eis vor Nllmu mueßt mn losen, Süst bist du z'Hand in bösen Hosen: Bschlüß d' Stalltür nit, i wollt 's nit han, La 's wyt u wagen offen stahn. Es ist nit Blug, es ist mir Ärist, Uens Stiefeli ist hie etwärist Grad buwes ufen Friesenwäg; Drum bschlüß nit, ol süst bist nit zwäg!
Page 35 - s grad chiemi, das Giträbel, Ich bschlüssen d' Stalltür mit nem Chniäbel; Wie eis ich uf dr Gastren bin, Gahn ich denn chum gan Pförtner syn.

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