Lucius Annaus Seneca des philosophen Werke, Volumes 5-9

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Verlag der J.B. Metzler'schen Buchhandlung, 1829
 

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Page 747 - Ehebruch zu reizen? Züchtigkeit gilt für einen Beweis von Häßlichkeit. Man findet keine, die so elend, so gemein wäre, daß sie an einem Paare Ehebrecher genug hätte, daß sie nicht an einen und den ändern Ihre Stunden verteilte und der Tag nicht zu kurz wäre, bis sie bei allen herumkommt; daß sie nicht mit einem ausführe, bei einem ändern übernachte.
Page 750 - Keinem ist die Tugend verschlossen, allen steht sie offen, alle läßt sie zu, alle lädt sie ein: Freigeborene, Freigelassene, Sklaven, Könige und Vertriebene. Sie sieht nicht die Familie an, noch das Vermögen: Der Mensch allein ist ihr genug. Man irrt, wenn man meint, der Sklavenstand gehe das ganze Menschenwesen an: der edlere Teil desselben wird nicht davon berührt. — Ein jeglicher, wenn ihn auch sonst nichts empfiehlt, er steht bei mir in Gunst, weil er den Namen Mensch trägt.
Page 845 - Überzeugung hegen, daß er über dem Mann steht, dem Alles zu Füßen lag. Bei weitem mächtiger, bei weitem reicher war er, als der damalige Weltbeherrscher Alexander. War es ja doch mehr, das jener nicht annehmen mochte, als was...
Page 613 - Das ist mir aber kein Weiser, über dem irgend Etwas steht, vollends gar das Vergnügen. — Und siehe, wenn er davon ««genommen ist , wie wird er der Anstrengnng wi» derstehen nnd der Gesahr nnd der Armnth nnd so vielen Schrecknissen, die das Menschenleben nmschmirren?
Page 614 - Tngend ist, die ja ihren Namen nicht mehr führen kann, wenn sie ihre Stelle verloren gegeben hat. — Indessen will ich dir, woranf es ja eigentlich ankommt, Viele zeigen, die dem Ver...
Page 611 - Für's erste, wenn die Tngend je ein Vergnügen gewähren wird, so solgt darans nicht, daß man ihr nm deßwillen nachstrebt. Man mnß nicht sagen , sie gewährt Vergnügen, sondern sie gewährt es mit, denn es ist ihr bei ihrem Bestreben nicht...
Page 614 - Vergnügen ansüben, wenn sie demselben nachgeht, da ja das Nachgehen Sache des Gehorchenden ist, das Lenken Sache des Gtbie
Page 612 - Das hinans, was das Ganze ist, gibt es Nichts , so wenig , als Etwas , das über das Ende hinansgeht.
Page 612 - Was redest dn mir von Vergnügen? Des Menschen Glück will ich, nicht des Magens; den hat Vieh nnd Bestie von weiterem Umsange. 10. „Dn thnst, als verständest dn nicht," entgegnet man, „was ich behanpte.
Page 989 - Zeit an. Alles rückt sie vom Platz, läßt es nicht lange bestehn. Ströme versiegen, das weichende Meer legt trocken die User, Berge versiachen, herab stürzet das höchste Gebirg. Doch was reb

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