Die Musik, Volume 1

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Bernhard Schuster
M. Hesse., 1902 - Music
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Popular passages

Page 1866 - Erde, reicht er nicht auf, nur mit der Eiche oder der Rebe sich zu vergleichen. Was unterscheidet Götter von Menschen? Daß viele Wellen vor jenen wandeln, ein ewiger Strom: uns hebt die Welle, verschlingt die Welle, und wir versinken.
Page 2075 - Du siehst, wie wahr ich stets gesagt: Je mehr als sich ein Künstler plagt, Je mehr er sich zum Fleiße zwingt, Um desto mehr es ihm gelingt. Drum übe dich nur Tag für Tag, Und du wirst sehn, was das vermag! Dadurch wird jeder Zweck erreicht. Dadurch wird manches Schwere leicht, Und nach und nach kommt der Verstand Unmittelbar dir in die Hand.
Page 1846 - Stund' der Herr sich durch ein Wunder kund : den dürren Stab in Priesters Hand hat er geschmückt mit frischem Grün: dem Sünder in der Hölle Brand soll so Erlösung neu erblüh'n!
Page 1932 - Er sieht mit den Augen, er faßt mit dem Sinn unaussprechliche Werke, und doch fühlt er den unwiderstehlichen Drang mit Worten und Buchstaben ihnen beizukommen. Das vollendete Herrliche, die Idee, woraus diese Gestalt entsprang, das Gefühl, das in ihm beim Schauen erregt ward, soll dem Hörer, dem Leser mitgeteilt werden, und indem er nun die ganze Rüstkammer seiner Fähigkeiten mustert, sieht er sich genötigt, nach dem Kräftigsten und Würdigsten zu greifen, was ihm zu Gebote steht. Er muß...
Page 1832 - Der erste künstlerische Wille", sagt er, „ist nichts anderes als die Befriedigung des unwillkürlichen Triebes der Nachahmung dessen, was am einnehmendsten auf uns wirkt." Ein Satz, überaus kennzeichnend zunächst für den, der ihn aufstellt und für sein persönliches Genie, das im Schauspielerisch-Imitatorischen wurzelt, aber zugleich ein Satz von vielem objektivem Wahrheitsgehalt.
Page 2024 - Dem glücklichsten Genie wird's kaum einmal gelingen, Sich durch Natur und durch Instinkt allein Zum Ungemeinen aufzuschwingen: Die Kunst bleibt Kunst! Wer sie nicht durchgedacht, Der darf sich keinen Künstler nennen ; Hier hilft das Tappen nichts; eh man was Gutes macht, Muß man es erst recht sicher kennen.
Page 1830 - Die Stätte, die ein guter Mensch betrat, Ist eingeweiht; nach hundert Jahren klingt Sein Wort und seine Tat dem Enkel wieder.
Page 1870 - Mit der dritten Strophe des Schusterliedes Ist im zweiten Akt bereits das erste Motiv der Saiteninstrumente vernommen worden ; dort drückte es die bittere Klage des resignierten Mannes aus, welcher der Welt ein heiteres und energisches Antlitz zeigt...
Page 1985 - Vielleicht ist die Zeit der Oratorien überhaupt vorbei; vorbei die Zeit, wo die Kunst unmittelbar und direkt sich zum Himmel aufschwang. Wir müssen vielleicht erst durch die Leidenschaft hindurchgetrieben und von Affekten verwundet werden, eh wir um einen Balsam beim Himmel anfragen.
Page 1986 - Das Erdenleben sich entlauscht, In dessen Lied viel süßes Sterben Und Harmonie des Todes rauscht.

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