Jahrbücher für dramatische Kunst und Literatur, Volume 1

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L. Hirschfeld, 1848 - Theater
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Page 304 - Hätt' ich vorher gewußt, was nun geschehn, daß es den liebsten Freund mir würde kosten, und hätte mir das Herz, wie jetzt, gesprochen - Kann sein, ich hätte mich bedacht - kann sein, auch nicht - Doch was nun schonen noch? Zu ernsthaft hat's angefangen, um in nichts zu enden. Hab
Page 103 - Wer will was Lebendig's erkennen und beschreiben, Sucht erst den Geist heraus zu treiben, Dann hat er die Theile in seiner Hand, Fehlt leider! nur das geistige Band.
Page 39 - Kind augenblicklich wieder 30 zum Vater wird, und erzwingt sich darum auch einen unbedingten Glauben, denn sie ist die Probe ihrer selbst. Die Relation dagegen ist an das Fertige, sei es auch das Fertige im Werdenden, gebunden, sie legt das Leben wohl den entscheidenden Momenten nach...
Page 101 - Geschlechte, nur eine einzige Schmeichelei zu machen; und diese besteht darin, daß ich annehme, er sei von aller eiteln Empfindlichkeit entfernt, die Kunst gehe bei ihm über alles, er höre gern frei und laut über sich urteilen und wolle sich lieber auch dann und wann falsch als seltner beurteilet wissen.
Page 145 - Aber ich bin's nicht allein, und leichter find ich am Jüngsten Tag noch eine Antwort auf des Richters Frage: Warum hast du dich selbst umgebracht? als auf die: Warum hast du deinen Vater so weit getrieben?
Page 40 - Platz; es handelt sich um Vergegenwärtigung der Zustände in ihrer organischen Gesamtheit, nicht bloß ihrer Ergebnisse, wie bei der Relation, und Rauhigkeit des Versbaus, Verwickelung und Verworrenheit des Periodengefüges, Widerspruch der Bilder erheben sich zu wirksamen und unumgänglichen Darstellungsmitteln, wenn sie auch dem oberflächlichen Blick, der nicht erkennt, daß auch das Ringen um Ausdruck Ausdruck ist, als Ungeschicklichkeiten und Schwerfälligkeiten erscheinen mögen.
Page 39 - Bei jedem Schritt, den sie tut, drängt sich ihr eine Welt von Anschauungen und Beziehungen auf, die zugleich rückwärts und vorwärts deuten und die sie alle mitnehmen muß; die Lebensäußerungen kreuzen sich und heben sich auf, der Gedankenfaden reißt, bevor er abgesponnen wurde, die Empfindung springt um, das Wort sogar...
Page 302 - Mich schuf aus gröberm Stoffe die Natur, Und zu der Erde zieht mich die Begierde. Dem bösen Geist gehört die Erde, nicht Dem guten. Was die Göttlichen uns senden Von oben, sind nur allgemeine Güter; Ihr Licht erfreut, doch macht es keinen reich, In ihrem Staat erringt sich kein Besitz.
Page 250 - Stück sehr langweilig ist, und daß man bei ihm verteufelt auspafsen muß, und daß es keine Handlung hat, darüber sind Hof und Stadt einig. Ein Theaterkritiker in der Unger'schen Zeitung — man glaubt, es sei unser alter Freund Woltmann — tritt hierbei mit vieler Gutmüthigkeit ins Mittel.
Page 302 - Dem guten. Was die Göttlichen uns senden Von oben, sind nur allgemeine Güter; Ihr Licht erfreut, doch macht es keinen reich, In ihrem Staat erringt sich kein Besitz. Den Edelstein, das allgeschätzte Gold Muß man den falschen Mächten abgewinnen, Die unterm Tage schlimmgeartet hausen. Nicht ohne Opfer macht man sie geneigt, Und keiner lebet, der aus ihrem Dienst Die Seele hätte rein zurückgezogen.

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