Blätter für das bayerische Gymnasialschulwesen, Volume 6

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1870
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Page 215 - Meine Sachen können nicht populär werden ; wer daran denkt und dafür strebt, ist in einem Irrtum. Sie sind nicht für die Masse geschrieben, sondern nur für einzelne Menschen, die etwas Ähnliches wollen und suchen und die in ähnlichen Richtungen begriffen sind.
Page 161 - Warum bin ich vergänglich, o Zeus?" so fragte die Schönheit. „Macht ich doch", sagte der Gott, „nur das Vergängliche schön.
Page 162 - Das ist des Lyrikers Kunst, aussprechen, was allen gemein ist, Wie er's im tiefsten Gemüt neu und besonders erschuf; Oder dem Eigensten auch solch allverständlich Gepräge Leihn, daß jeglicher drin staunend sich selber erkennt.
Page 215 - ... Seine Werke sind für den Künstler, weil sie ihm im allgemeinen den Geist aufklären und er im besonderen aus ihnen lernt, welche Gegenstände eine kunstgemäße Bedeutung haben und was er demnach darstellen solle und was nicht. — Sie sind für den Naturforscher, nicht allein weil gefundene große Gesetze ihm überliefert werden, sondern auch vorzüglich weil er darin eine Methode empfängt, wie ein guter Geist mit der Natur verfahren müsse, damit sie ihm ihre Geheimnisse offenbare.
Page 223 - ... 430 talia dicta dabat, sed viribus ensis adactus transabiit costas et candida pectora rumpit. volvitur Euryalus leto. pulchrosque per artus it cruor inque umeros cervix conlapsa recumbit: purpureus veluti cum flos succisus aratro 435 languescit moriens, lassove papavera collo demisere caput pluvia cum forte gravantur.
Page 216 - Alles Große und Gescheite», sagte er, «existiert in der Minorität. Es hat Minister gegeben, die Volk und König gegen sich hatten und die ihre großen Pläne einsam durchführten. Es ist nie daran zu denken, daß die Vernunft populär werde. Leidenschaften und Gefühle mögen populär werden, aber die Vernunft wird immer nur im Besitz einzelner Vorzüglicher sein.
Page 23 - Sie sind keine Fachschulen, sondern haben es, wie das Gymnasium, mit allgemeinen Bildungsmitteln und grundlegenden Kenntnissen zu thun.
Page 223 - Dixerat; atque illam media inter talia ferro conlapsam aspiciunt comites ensemque cruore spumantem sparsasque manus. it clamor ad alta 665 atria; concussam bacchatur Fama per urbem. lamentis gemituque et femineo ululatu tecta fremunt; resonat magnis plangoribus aether, non aliter, quam si immissis ruat hostibus omnis Karthago aut antiqua Tyros flammaeque furentes 670 culmina perque hominum volvantur perque deorum.
Page 163 - ROSENÖL Als der Winter die Rosen geraubt, die Anakreons Scheitel Kränzten am fröhlichen Mahl, wo er die Saiten «gerührt, Träufelt' ihr köstliches Öl in das Haar ihm Aphrogeneia, Und ein rosiger Hauch haftet an jeglichem Lied. Doch nur wo ein Liebender singt die Töne des Greisen , Füllet Hallen und Saal wieder der herrliche Duft.
Page 215 - Ähnliches suchen und die in ähnlichen Richtungen begriffen sind. Sie sind im ganzen für betrachtende Naturen, die in die Tiefen der Welt und Menschheit zu dringen wünschen und seinen Pfaden nachgehen. — Sie sind im einzelnen für leidenschaftlich Genießende, die des Herzens Wonne und Weh im Dichter suchen. — Sie sind für junge Poeten, die lernen wollen, wie man sich ausdrücke und wie man einen Gegenstand kunstgemäß behandele. — Sie sind für Kritiker, die darin ein Muster empfangen,...

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