Geschichte der indischen Litteratur, Volume 1

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C.F. Amelang, 1905 - Indic literature
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Page 228 - Es ist die belohnendste und erhebendste Lektüre, die (den Urtext ausgenommen) auf der Welt möglich ist; sie ist der Trost meines Lebens gewesen und wird der meines Sterbens sein.
Page 87 - Damals war nicht das Nichtsein, noch das Sein. Kein Luftraum war, kein Himmel drüber her. — Wer hielt in Hut die Welt, wer schloß sie ein? Wo war der tiefe Abgrund, wo das Meer? 2. Nicht Tod war damals noch Unsterblichkeit, Nicht war die Nacht, der Tag nicht offenbar. — Es hauchte windlos in Ursprünglichkeit Das Eine, außer dem kein andres war.
Page 200 - Gautamer, und sprach; ,Ich möchte bei Ew. Ehrwürden als Brahmacärin eintreten; Ew. Ehrwürden wollen mich aufnehmen.' — Er sprach zu ihm: ,Aus welcher Familie bist Du, mein Lieber'? — Er sprach: ,Das weifs ich nicht, Herr Lehrer. aus welcher Familie ich bin; ich habe die Mutter gefragt; die hat mir geantwortet: In meiner Jugend kam ich viel herum als Magd; da habe ich dich bekommen; ich weifs es selbst nicht, aus welcher Familie du bist; ich heifse Jabälä, und du heifsest Satyakäma. So...
Page 88 - Doch, wem ist auszuforschen es gelungen, Wer hat, woher die Schöpfung stammt, vernommen? Die Götter sind diesseits von ihr entsprungen! Wer sagt es also, wo sie hergekommen? — 7. Er, der die Schöpfung hat hervorgebracht, Der auf sie schaut im höchsten Himmelslicht, Der sie gemacht hat oder nicht gemacht, Der weiß es! — oder weiß auch er es nicht?
Page 228 - Diese Lehre, daß alle Vielheit nur scheinbar sei, daß in allen Individuen dieser Welt, in so unendlicher Zahl sie auch, nach und neben einander, sich darstellen, doch nur Eines und das selbe, in ihnen allen gegenwärtige und identische, wahrhaft seiende Wesen sich manifest!«, diese Lehre ist freilich lange vor Kant, ja, man möchte sagen von jeher dagewesen. Denn zuvörderst ist sie die Haupt...
Page 213 - Das Brahman, die Kraft, welche in allen Wesen verkörpert vor uns steht, welche alle Welten schafft, trägt, erhält und wieder in sich zurücknimmt, diese ewige unendliche göttliche Kraft ist identisch mit dem Atman, mit demjenigen, was wir nach Abzug alles Äußerlichen als unser innerstes und wahrstes Wesen, als unser eigentliches Selbst, als die Seele in uns finden.
Page 225 - In diesem mit Leidenschaft, Zorn, Begierde, Wahn, Furcht, Verzagtheit, Neid, Trennung von Liebem, Bindung an Unliebes, Hunger, Durst, Alter, Tod, Krankheit, Kummer und dergleichen behafteten Leibe, — wie mag man nur Freude geniefsen! 4. Auch sehen wir, dafs diese ganze Welt vergänglich ist so wie diese Bremsen, Stechfliegen und dergleichen, diese Krauter und Bäume, welche entstehen und wieder verfallen.
Page 218 - Hausvaters] aufgeben; wohlan! so will ich zwischen dir und der Kätyäyani da Teilung halten." — 2. Da sprach Maitreyi: „Wenn mir nun, o Herr, diese ganze Erde mit allem ihrem Reichtume angehörte, würde ich wohl dadurch unsterblich sein?" — „Mit nichten!" sprach Yäjnavalkya, „sondern wie das Leben der Wohlhabenden, also würde dein Leben sein; auf Unsterblichkeit aber ist keine Hoffnung durch Reichtum.
Page 218 - Yäjnavalkya sprach: ,Lieb, fürwahr, bist du uns, und Liebes redest du; komm, setze dich, ich werde es dir erklären; du aber merke auf das, was ich dir sage.' Und er sprach: ,Fürwahr, nicht um des Gatten willen ist der Gatte lieb...

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