Felix Mendelssohn-Bartholdy: sein Leben und seine Werke

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Guttentag, 1872 - Composers - 320 pages
 

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Page 119 - Gnad erlangen? Das bist du, Herr, alleine. Uns reuet unser Missetat, Die dich, Herr, erzürnet hat. Heiliger Herre Gott, Heiliger starker Gott, Heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger Gott.
Page 163 - AUF DEM SEE Und frische Nahrung, neues Blut Saug ich aus freier Welt; Wie ist Natur so hold und gut, Die mich am Busen hält! Die Welle wieget unsern Kahn Im Rudertakt hinauf, Und Berge, wolkig himmelan, Begegnen unserm Lauf. Aug, mein Aug, was sinkst du nieder? Goldne Träume, kommt ihr wieder? Weg, du Traum! so gold du bist; Hier auch Lieb und Leben ist.
Page 173 - Ich sage mir dies jetzt nach drei Wochen, ohne jenen scharfen Schmerz. der ersten Tage, aber ich fühle es sicherer: es muss für mich ein neues Leben anfangen, oder alles aufhören — das alte ist nun abgeschnitten.
Page 231 - Der ganze Sinn der Musiker wie der Dilettanten ist zu wenig 'aufs [Praktische gerichtet; sie musiciren eigentlich meist, um nachher und vorher darüber reden zu können, und da kommen die Reden besser und klüger, aber die Musik mangelhafter heraus, als an den meisten andern deutschen Orten.
Page 89 - Es sind furchtbare Leute, wenn man sie in ihrem Cafe Greco sitzen sieht. Ich gehe auch fast nie hin, weil mich zu sehr vor ihnen und ihrem Lieblingsort graut. Das ist ein kleines, finsteres Zimmer, etwa acht Schritt breit, und auf der einen Seite der Stube darf man Tabak rauchen, auf der ändern aber nicht.
Page 106 - Du schreibst, liebe Fanny, ich möchte nun doppelt eilen zurückzukommen, um wo möglich die Anstellung bei der Akademie zu erhalten. Das werde ich aber nicht thun. Ich komme zurück, sobald ich kann, weil Vater mir schrieb, er wünsche es. In vierzehn Tagen denke ich abzureisen. Aber nur aus dem Grunde; der andere könnte mich eher zurückhalten, wenn es in diesem Falle irgend einer könnte; denn ich will mich auf keine Weise darum bewerben.
Page 86 - Das ist Italien! Und was ich mir als höchste Lebensfreude, seit ich denken kann, gedacht habe, das ist nun angefangen, und ich genieße es. Der heutige Tag war zu reich, als daß ich mich nicht jetzt des Abends ein wenig sammeln müßte, und da schreibe ich denn an Euch und will Euch danken, liebe Eltern, die Ihr mir...
Page 279 - Singstimmen etwas schabig war"^ „aber dafür habe ich", heisst es dann weiter, „auch die ganze Partitur von A bis Z noch einmal schreiben, und zwei neue Arien einsetzen müssen, der übrigen Schneiderarbeit nicht zu gedenken. Wenn es mir aber jetzt nicht recht ist, so schwöre ich, es für das übrige Leben aufzugeben.
Page 129 - ... wenigstens im allgemeinen, gelungen. Das Land ist Deutschland, darüber bin ich jetzt in mir ganz sicher geworden. Die Stadt aber wüßte ich nicht zu sagen, denn die wichtigste, zu der es mich aus so vielen Gründen hinzieht, kenne ich noch nicht in dieser Beziehung — ich meine Berlin, ich muß also erst bei meiner Rückkunft prüfen, ob ich da werde bleiben und stehen können, wie ich mir es denke und wünsche, nachdem ich alles andere gesehen und genossen habe.
Page 247 - Ja, sagte ich, wenn davon hier die Rede gewesen wäre, wenn das zu Stande gekommen wäre, das wäre ja gerade der streitige Punkt, den ich vermisst hätte. • — Darauf erwiderte er wieder, das wisse er wohl, dass ich ein Instrument haben müsse, um darauf Musik zu machen, und ein solches Instrument von Sängern und Spielern anzuschaffen , sei seine Sorge.

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