Protokolle und Relationen des brandenburgischen geheimen Rates aux der Zeit des Kurfürsten Friedrich Wilhelm, Volume 5

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Page xlv - überschweren und gewis höchst wichtigen ue^otio alle womeuts, rktiomnu et reruiu desto sorgfältiger" überlegt werden, „damit künftige unglückliche Fälle verhütet und E. Ch. D. hohe Person, auch Churf. Haus und Staat in guter beständiger Securität und grundfester Glückseligkeit erhalten werden mögen". Sie erinnern alsdann daran, daß auch Salvius') erklärt habe, es werde nicht nützlich sein in Schweden zu verhandeln, falls er nicht zugegen sei, und weiter, daß bei den Friedensverhandlungen...
Page 8 - Der itzige König wäre noch jung, zum Kriege begierig; würde sich also wagen, etwas weiter zu acquiriren. In Schweden wäre nun etliche Jahre Friede gewesen; do sie außerhalb Krieg, hätten sie sich innerlicher Empörung zu besorgen.
Page xl - ganz gute Freund- und Nachbarschaft halten, auch in Allianz mit ihnen treten wollte": und am 30 Januar 164? l) fügte er mit voller Bestimmtheit dem Auftrage, es auszusprechen, daß er nach billigmäßigem Vergleiche mit ihnen als seinen Nachbarn „eine nahe Defensivalliance zu schließen und mit ihnen in gutem Vertrauen zu stehen" beabsichtige, hinzu: „Wir zweifeln nicht, daß ihr Mühe haben werdet, weil sie stets voller Mißtrauen sein, sie dazu zu disponiren; dieweil es aber eine Sache, so...
Page 11 - Kurfürst muss eifrig suchen, die Unterposition zwischen den beiden Mächten zu erlangen. Sei nöthig, jemanden an den Ragozzi in Siebenbürgen zu schicken, sonderlich wegen der vorgehenden Conjuncturen; und würde sich leicht ein Prätext zu solcher Schickung finden; käme darauf, wer dazu habil und aldorten angenehm; sei vorzuwenden, Wein, Pferde oder anders alda zu erhandeln. S. Ch. D. erfreuten sich, dass nunmehr das Consilium auf alle Fälle feste gesetzt; Verschwiegenheit wäre bei diesen Sachen...
Page xxxix - Rücklehr des Kurfürsten von Preußen, am 5 Juni 1646, sagte Burgsdorff'), wenn man mit Schweden richtig wäre, müßte eine Allianz mit ihnen gemacht werden; sie seien begierig dazu, wie Kleist schriebe. Auch Schwerins sprach sich dafür aus. In der Tat erklärten die Schweden im Oktober zu Osnabrück: erreichten die Traktaten eine glückliche Endschaft, so wäre die Königin gemeint, mit dem Kurfürsten in eine nähere Allianz zu treten und conjunctim dem evangelischen Wesen vor einen Rücken...
Page 10 - Krön thun und sich dadurch bei derselbe» angenehm machen, weil er seinen Sohn gern zu solcher Krön bringen wollte. Do die Schweden wegen eines Passes zum Durchzuege durch Hinter» pommern etwas suchten, hätte man sie an den Kreisobristen zu weisen. 15. Punct. Frembde Werbung sei nicht zu gestatten, und...
Page 7 - Hülfe zu leisten, als soweit die pacta verbinden. Interim mit Schweden zu tractiren, sich aber nicht zu vertiefen, sondern mit der Lande Sicherung. H. Hoverbeck. Churfürst kann sich uf eigne Macht nicht verlassen. Nichts zu thun, so nicht verantwortlich.
Page 349 - Juni gnädigst fürgestellet und darauf nach eines jedweden besten Verstände ein pflichtmäßiges und treues unterthänigstes unmaßgebiges Bedenken begehret, als: 1. Ob E. Ch. D. bei Schweden verbleiben. 2. Oder ob Sie Sich mit Polen setzen oder aber 3. Sich ganz aus dieser Sache machen sollten? Der Allerhöchste gebe, daß, wie ich es treu und ehrlich meine, ich auch das rechte treffen und E. Ch. D. und Deroselben ganzer Staat aus der bishero ausgestandenen Angst und Gefahr mit Deren volltommnesten...
Page xxxvii - Städte hineinkommen ließ und 2) daß er uns Pommern nicht freiwillig überlassen und an dessen Stelle Schlesien begehrt hat. Da hätte er sich gewiß behauptet und hätte Königin und Krone Schweden zu seiner Hilfe und Freundschaft gehabt.
Page 641 - Wir auch aus denen aufgesetzten vuuoti» vermerket, daß man eine sonderliche Reflexion auf das evangelische Wesen machet, welches Wir zwar, wann desfalls etwas Essentiales und Wahrhaftes auf die Bahne kommen möchte, niemalen abandonniren oder außer Acht lassen werden; nach dem jetzigen Zustand aber, darinnen Wir begriffen, will Unser Interesse nicht leiden, daß, gleichwie man bishero in viele Wege gethan, sich des Prätexts des evangelischen Wesens gebrauchen, darüber Land und Leute in die Schanze...

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