Reformation, Renaissance, Humanismus: zwei Abhandlungen über die Grundlage moderner Bildung und Sprachkunst

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Paetel, 1918 - Humanism - 220 pages
 

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Popular passages

Page 85 - Hier ist Weisheit! Wer Verstand hat, der überlege die Zahl des Tieres; denn es ist eines Menschen Zahl, und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig.
Page 130 - Wenn man nun gleich wieder die Natur ansehn und wieder finden und lesen kann, was jene gefunden und mehr oder weniger nachgeahmt haben, das muß die Seele erweitern, reinigen und ihr zuletzt den höchsten auschauenden Begriff von Natur und Kunst geben.
Page 40 - Consepulti enim sumus cum illo per baptismum in mortem: ut quomodo Christus surrexit a mortuis per gloriam Patris ita et nos in novitate vitae ambulemus.
Page 207 - Vidi angelum ascendentem ab ortu solis, habentem signum dei vivi '; et cum eo reliquie excussorum. Ascendet autem non gressu pedum aut immutatione locorum, sed quia dabitur ei plena libertas ad innovandam christianam religionem et ad predicandum verbum dei, incipiente iam regnare domino exercituum super between the genei&fib«ÌEtrfrrthe the New.
Page 134 - Zeugen für das Dogma des idealen Griechentums aufrufen, Plato, ging ja in seinem Denken durchaus von einer asketischen Weltansicht aus. Bekanntlich hat niemand jemals schärfere und feindseligere Anklagen gegen die bildende Kunst und die Dichtung erhoben als er. Wohl glaubte er an die Schönheit und pries das Sehnen nach der Schönheit. Aber die Schönheit, die er meinte, das war eine gestaltlose, überirdische, göttliche Schönheit. Die menschliche Gestalt, die sinnliche Körperwelt war ihm ein...
Page 102 - Genußmensch, dieser frivole Verächter der Religion, der doch mit der Kirche und ihren Dienern Frieden hält, weil er sie für ein unentbehrliches Mittel ansieht, die Masse durch Betrug zu lenken.
Page 130 - Parnasses wären ohne die wunderliche Beschränkung des Raumes nicht so unschätzbar geistreich zu denken. Ebenso ist auch hier in den Sibyllen die verheimlichte Symmetrie, worauf bei der Komposition alles ankommt, auf eine höchst geniale Weise obwaltend; denn wie in dem Organismus der Natur, so tut sich auch in der Kunst innerhalb der genausten Schranke die Vollkommenheit der Lebensäußerung kund.
Page 201 - Umgeben von antiken Statuen empfindet man sich in einem bewegten Naturleben: man wird die Mannigfaltigkeit der Menschengestaltung gewahr und durchaus auf den Menschen in seinem reinsten Zustande zurückgeführt, wodurch denn der Beschauer selbst lebendig und rein menschlich wird.
Page 124 - Renaissance die Völker des Mittelalters gerettet. Das ist ihr ewiges geschichtliches Verdienst. Diese Umwandlung der Delirien des religiösen Gefühls aus einer lebenzerstörenden in eine lebenbejahende Kraft ist ihr Werk. In dieser Umwandlung liegt die Scheide der Epochen, hier birgt sich das Mysterium der Entstehung des Humanismus und der Renaissance, das wir nur ahnen, aber niemals erforschen können.
Page 62 - Finis totius et partis esse posset multiplex, scilicet 200 propinquus et remotus. Sed omissa subtili investigatione, dicendum est breviter, quod finis totius et partis est, 'removere viventes in hac vita de statu miseriae, et perducere ad statum felicitatis'.

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