Die erste Gelehrtenschule reformirten Glaubensbekenntnisses in Deutschland, oder, Geschicte des Pädagogiums zu Heidelberg unter dem Kurfürsten Freidrich III. von der Pfalz in den Jahren 1565-1577: nach handschriftlichen, bis jetzt noch nicht benutzten Quellen bearbeitet und nebst den wichtigsten Urkunden

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J.C.B. Mohr, 1855 - Universities and colleges - 65 pages
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Page 26 - Tage in der Schule bleibt, ist auf ein halbes Jahr verpflichtet; wer auf ungebührliche Weise Schüler anlockt, verliert sein Lehramt. Niemand soll, damit die Zucht nicht leide, weggejagte Schüler aufnehmen. Schlägt aber ein Lehrer Wunden, oder gar die Knochen entzwei '), so kann der Schüler, ohne Schulgeld zu bezahlen, zu einem andern übergehen!
Page 9 - Erste sein sollte, worüber man klagen würde. Er wisse wohl, daß man Zucht halten müsse; er habe aber bei der Behandlung seiner Schüler auf das Alter derselben Rücksicht genommen. Es befänden sich unter ihnen Leute von 19 Jahren. Diese zu schlagen sei unvernünftig , unnütz und zwecklos , man könne auch mit Worten strafen.
Page 9 - Man hob unter den gegen ihn geltend gemachten Beschwerden besonders auch die heraus, 'dasz er die Ruthe nicht brauchen wolle gegen die Jungen' (S. 9). Sehr vernünftig antwortete Nathanael, 'er wisse wol, dasz man Zucht halten müsse ; er habe aber bei der Behandlung seiner Schüler auf das Alter derselben Rücksicht genommen ; es befänden sich unter ihnen Leute von 19 Jahren. Diese zu schlagen sei unvernünftig und zwecklos; man könne auch mit Worten strafen
Page 8 - Heidelb. 1847, VI S. u. 94 S. gr. 8. **) Geschichte der Neckarschule in Heidelberg von ihrem Ursprünge im 12. Jahrhunderte bis zu ihrer Aufhebung im Anfange des 19. Jahrhunderts. Bearbeitet nach handschriftlichen Quellen und nebst den wichtigsten Urkunden herausgegeben von JF Hautz. Heidelb. 1849, VIII S. u. 200 S. gr. 8. ***) Zur Erinnerung an Franz Mitzka, Professor und alternirenden Directors des vereinigten Gymnasiums in Heidelberg.
Page 4 - Calvinismus, sondern im deutschen Protestantismus, und hatte lediglich die Aufrechthaltung des (einst fast in ganz Deutschland herrschend...
Page 9 - Nathanael wurde strafbar befunden und mußte, obgleich auch die Universität Fürsprache für ihn bei dem Kirchenrathc eingelegt hatte (und vielleicht gerade mit deßhalb), am 15.
Page 9 - Stelle entlassen wolle, bat er, „man möchte bedenken, daß er einen weiten Weg gezogen und nicht so mit ihm eilen; er hätte wohl andere Dienste haben lönnen, ehe er herabgezogen wäre.
Page 11 - Vorstadt, welche von der Reformation an bis zum Orleans'schen Kriege zur Pfalz gehörte und mit reformirten Predigern von den Kurfürsten der Pfalz befetzt, nachher »bei mit dem Kloster den Kapuzinern zu Theil wurde. (Dagegen wird in König'
Page 4 - ... war der Erste unter den deutschen Fürsten , welcher ihn nicht nur öffentlich bekannte, sondern ihm auch , trotz der dadurch im ganzen protestantischen Deutschland hervorgerufenen außerordentlichen Aufregung und Verwirrung der Gemüther"), öffentliche Geltung zu verschaffen suchte.
Page 9 - Man habe ihm, damit ei eine desto sorgfältigere Aufsicht über die Neckarschule führen möchte, feine Besoldung vermehrt und gehofft, es würde besser weiden, aber von der erwarteten Besserung keine Spuren wahrgenommen, und in dem jüngst gehaltenen Eramcn , worin doch eine« jeden Fleiß sichtbar würde, habe fast keiner feiner Schüler gut und zur Befriedigung geantwortet. Auch fände mau, daß er die Ruthe nicht brauchen wolle gegen die Jungen...

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