Der Todtentanz: Studie

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Foesser, 1881 - Dance of Death - 31 pages
 

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Page 204 - Kirchhof, er liegt wie am Tage. Da regt sich ein Grab und ein anderes dann: Sie kommen hervor, ein Weib da, ein Mann, In weißen und schleppenden Hemden. Das reckt nun, es will sich ergetzen sogleich, Die Knöchel zur Runde, zum Kranze, So arm und so jung, so alt und so reich; Doch hindern die Schleppen am Tanze.
Page 204 - Der Tod und das Mädchen Das Mädchen : VORÜBER, ach vorüber Geh, wilder Knochenmann ! Ich bin noch jung ! Geh, Lieber, Und rühre mich nicht an ! Der Tod: Gib deine Hand, du schön und zart Gebild ! Bin Freund und komme nicht zu strafen. Sei gutes Muts ! Ich bin nicht wild ! Sollst sanft in meinen Armen schlafen!
Page 204 - So arm und so jung, und so alt und so reich; Doch hindern die Schleppen am Tanze. Und weil hier die Scham nun nicht weiter gebeut. Sie schütteln sich alle, da liegen zerstreut Die Hemdelein über den Hügeln. Nun hebt sich der Schenkel, nun wackelt das Bein, Gebärden da gibt es, vertrackte; Dann klippert's und klappert's mitunter hinein, Als schlug man die Hölzlein zum Takte.
Page 179 - ... der blume des feldes vergleichen. des lebens jätet und eine blume darin nach der anderen bricht, der über das schlachtfeld schreitet und es mit blute düngt, mit schwertern furcht und mit leichen ansät4); oder mit mehr selbständigkeit der vergleichung als ein gewaltiger könig, der durch die lande fährt und seine heerschaaren sammelt5), der gewappnet auszieht gegen seine feinde die menschen6) und sie gefangen nimmt7), der sie in sein gastliches haus8) oder als richter vor seinen gerichtsstuhl...
Page 191 - ... erfahren hast, nach ihm must du stets streben! — Jetzt versteht man hierunter eine irdische, ursprünglich stellte man wohl die himmlische Auferstehung dar. Nun steht der König auf, nimmt die Krone von seinem Haupt herunter und singt mit der Choralbegleitung: Dein ist die krön, o herr der weit, der alles kann und uns erhält! was ist der mensch? er ist nur staub und schnell des todes sichrer raub. Kein stolz bezeichne unsern stand, er ist für war nur eitler tand, o herr, für' uns auf deiner...
Page 186 - Avollo's, obschon die erste der Inhalt bei der Annahme, das Stück sei für einen der mimischen Kirchenaufzüge geschrieben, welche unstreitig die erste Idee zu den bildlichen Darstellungen des Todtentanzes gaben.
Page 196 - Deines Ackers Arbeit ist all' verloren. Den du über Gott hattest auserkoren. Lege nieder die Pflugschar und den Trcibstock, Du mußt sicher mit an die Partie.
Page 185 - ... schon den Nächstfolgenden, also nach dem Papst den Kardinal, dann den Bischof usw. Die als Tod fungierenden Persönlichkeiten trugen jede eine Totenmaske und waren in enganliegende gelbe Leinwand gehüllt, die so bemalt war, daß sie einer Leiche oder einem Skelett ähnlich sah. Den Schluß der Aufführung bildete wiederum eine Predigt mit der Aufforderung zur Buße und Bekehrung. Die ursprüngliche Zahl der bei diesen Aufführungen beteiligten Personen betrug 24; im Laufe der Zeit wurde dieselbe...
Page 186 - Inhalt des Folgenden kurz darlegt. Dann läßt der Tod einen mahnenden Ruf an alle Sterblichen ergehen, worauf ein Prediger zu tugendhaftem Lebenswandel auffordert; wiederum ladet dann der Tod alle...
Page 186 - Nckersmann fortgesetzt, indem der Tod in der einen Strophe immer den, welchen die Reihe trifft, zum Tanze einladet, in der nächsten aber der Aufgerufene sein Schicksal beklagt. Am Schlüsse sprechen die Sterblichen ihre Ergebung und ihre frommen Entschlüsse aus."!) ^s; übrigens dergleichen Darstellungen in Spanien üblich waren, bestätigt Cervantes in seinem „Don Quijote".

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