Heidelbergische [afterw.] Heidelberger Jahrbücher der Literatur

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Page 73 - Und so begann diejenige Richtung, von der ich mein ganzes Leben über nicht abweichen konnte, nämlich dasjenige, was mich erfreute oder quälte, oder sonst beschäftigte, in ein Bild, ein Gedicht zu verwandeln und darüber mit mir selbst abzuschließen, um sowohl meine Begriffe von den äußeren Dingen zu berichtigen, als mich im Innern deshalb zu beruhigen.
Page 82 - Unsere Wünsche sind Vorgefühle der Fähigkeiten, die in uns liegen. Vorboten desjenigen, was wir zu leisten imstande sein werden. Was wir können und möchten, stellt sich unserer Einbildungskraft außer uns und in der Zukunft dar; wir fühlen eine Sehnsucht nach dem, was wir schon im stillen besitzen. So verwandelt ein leidenschaftliches Vorausergreifen das wahrhaft Mögliche in ein erträumtes Wirkliche.
Page 82 - Sehen wir nun während unseres Lebensganges dasjenige von andern geleistet, wozu wir selbst früher einen Beruf fühlten, ihn aber mit manchem andern aufgeben mußten, dann tritt 'das schöne Gefühl ein, daß die Menschheit zusammen erst der wahre Mensch ist, und daß der einzelne nur froh und glücklich sein kann, wenn er den Mut hat, sich im Ganzen zu fühlen.
Page 262 - Ideen über die Politik, den Verkehr und den Handel der vornehmsten Völker der alten Welt, Göttingen 1793-1796; 218041812; M815.
Page 73 - Denn bei der großen Beschränktheit meines Zustandes, bei der Gleichgültigkeit der Gesellen, dem Zurückhalten der Lehrer, der Abgesondertheit gebildeter Einwohner, bei ganz unbedeutenden Naturgegenständen, war ich genötigt, alles in mir selbst zu suchen. Verlangte ich nun zu meinen Gedichten eine wahre Unterlage, Empfindung oder Reflexion, so mußte ich in meinen Busen greifen; forderte ich zu poetischer Darstellung eine unmittelbare Anschauung des Gegenstandes, der Begebenheit, so durfte ich...
Page 326 - >Hermanns Schlacht, ein Bardiet für die Schaubühne liegt auch zum Drucke fertig. Weil ich mit Ihnen eben so schwatze, so kann ich ihnen wohl davon sagen, daß ich sie ein wenig lieb habe, u[nd] daß sie sehr vaterländisch ist, u[nd] weil mirs mit diesem vaterländischen sehr von Herzen gegangen ist, [...] so denke ich, daß jenes vaterländische wieder zu Herzen gehen soll.
Page 191 - Gegen» stand hinzustellen, wie er ist, sondern er muß umkleidet werden. Es ist darüber kein Streit, man muß es empfinden, aber diese Kleidung ist es, die wir in den Gesängen der Edda finden, dieses Gemessene, Runde.
Page 511 - Gruß also verdeutschen: ,Gott grüße dich, du liebe Maria' (denn so viel will der Engel sagen, und so würde er geredet haben, wenn er hätte wollen sie deutsch grüßen...
Page 329 - Ich sterbe, lieber Klopstock, als ein Sterbender sag' ich in diesem Leben haben wir für und mit einander nicht genug gelebt. In jenem wollen wir's nachholen.
Page 235 - Hebe dich weg von mir, Satan! denn es stehet geschrieben: „Du sollst anbeten Gott, deinen HErrn, und ihm allein dienen.

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