Gesamt-ausgabe der werke, Volume 3

Front Cover
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Selected pages

Other editions - View all

Popular passages

Page 15 - Da stürzen steile bäche zwischen felsen Auf denen moose tropfen und entblösst Der buchen schwarze wurzeln sich verästen. Im schweigen und erschauern dichter wipfel Entschlief er während hoch die sonne stand Und in den wassern schnellten silberschuppen. Er klomm erwacht zu berges haupt und kam Zur feier bei des lichtes weiterzug. Er krönte betend sich mit heilgem laub Und in die lind bewegten lauen schatten Schon dunkler wolken drang sein lautes lied.
Page 75 - Sieh mein kind ich gehe. Denn du darfst nicht kennen Nicht einmal durch nennen Menschen müh und wehe. Mir ist um dich bange. Sieh mein kind ich gehe Dass auf deiner wange Nicht der duft verwehe.
Page 20 - DER HERR DER INSEL Die fischer überliefern dass im süden Auf einer insel reich an zimmt und öl Und edlen steinen die im sande glitzern Ein vogel war der wenn am boden fussend Mit seinem schnabel hoher stämme krone Zerpflücken konnte . wenn er seine flügel Gefärbt wie mit dem saft der Tyrer-schnecke Zu schwerem niedrem flug erhoben: habe Er einer dunklen wolke gleichgesehn.
Page 11 - JAHRESTAG 0 schwester nimm den krug aus grauem thon. Begleite mich! denn du vergassest nicht Was wir in frommer wiederholung pflegten. Heut sind es sieben sommer dass wirs hörten Als wir am brunnen schöpfend uns besprachen: Uns starb am selben tag der bräutigam. Wir wollen an der quelle wo zwei pappeln Mit einer fichte in den wiesen stehn Im krug aus grauem thone wasser holen.
Page 20 - Gescheiterte nur hätten ihn erblickt. Denn als zum erstenmal die weissen segel Der menschen sich mit günstigem geleit Dem eiland zugedreht sei er zum hügel Die ganze teure stätte zu beschaun gestiegen« Verbreitet habe er die grossen schwingen Verscheidend in gedämpften schmerzeslauten.
Page 48 - Da lag der ahn in grauen stein gehauen . Um ihn der schlanken wölbung blumenzier. Die starren finger faltend im vertrauen. Auf seiner brust gebreitet ein panier.
Page 7 - Jede zeit und jeder geist rücken indem sie fremde und Vergangenheit nach eigner art gestalten ins reich des persönlichen und heutigen und von unsren drei grossen bildungsweiten ist hier nicht mehr enthalten als in einigen von uns noch eben lebt.
Page 51 - Am abend nach den wäldern die vor Schrecknis pochen Ist er nach tod und wunden gierig aufgebrochen. Er achtet nicht auf wohlgesinnter wesen wort Er dringt mit wilden knabenhaften schritten fort Und als vor seiner hand bewehrt mit blossem degen Das ungetüm in gift und glut getaucht erlegen : Verfolgt er seine bahn erhellt vom fackelbrand • Die schönen blicke still und grad zum himmelrand.
Page 106 - Wenn ich heut nicht deinen leib berühre Wird der faden meiner seele reissen Wie zu sehr gespannte sehne. Liebe zeichen seien trauerflöre Mir der leidet seit ich dir gehöre. Richte ob mir solche qual gebühre . Kühlung sprenge mir dem fieberheissen Der ich wankend draussen lehne.
Page 51 - In der stadt mit alten firsten und giebelbildern . Den schneckenbögen an gebälk und tür . Gemalten scheiben . türmen die an die sterne rühren . Mit hohlen gängen und verwischten wappenschildern Bei den brunnen wann morgen und abend graut Bei der gelächter und der wasser silbernem laut: Ein leben voll zäher bürden Ein ganzes leben dunklen duldertumes War ich der herold eurer...

Bibliographic information