Grammatik der Grönländischen Sprache: mit theilweisem Einschluss des Labradordialects

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G. Reimer, 1851 - Eskimo languages - 182 pages
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Page 16 - ... (Vial.) abends, — und das artverhältniss auf Handlungen: oKautsinik (Mod.) mit Worten, u. dgl.; auch sind einige andere beziehungsverhältnisse körperlicher gegenstände, die den obigen zwar nicht gleich, aber ähnlich sind, mit unter dieselben verhältnissfälle gebracht, zb tugtumit (Abi.) mikivoK von einem rennthier (ausgegangen) ist es klein, dh es ist kleiner als ein rennthier.
Page 37 - Hinsichtlich der Zählweise ist zuerst zu bemerken: Man zählt im Grönländischen nicht wie bei uns, bis 10, 'sondern nur bis 5, dh nur die eine Hand zu Ende; dann fängt man mit denselben Zahlwörtern an der ändern Hand an , und darauf eben so erst an einem und dann am ändern FUSS. Sind alle Finger und Zehen ausgezählt, so ist „ein Mensch zu Rade" [also genau wie im Vei], und man fängt dann am zweiten Menschen an; wenn auch der zu Ende ist, am dritten
Page 37 - Mnn zählt im grönländischen nicht wie bei uns, bis 10, sondern nur bis 5, dh nur die eine hand zu ende; dann fängt man mit denselben Zahlwörtern an der ändern hand an, und darauf eben so erst am einen und dann am ändern fuss. Sind alle linger und zehen ausgezählt, so ist „ein mensch zu ende," und man fängt dann am zweiten menschen an; wenn auch der zu ende ist, am dritten etc.
Page 110 - Die anhängung selbst geschieht immer so, dass stamm an stamm gehängt wird, also, wenn das stammwort ein redewort ist, fällt der ausbildungszusatz (§. 51) ohne weiteres weg. Ferner hat jeder anhang seine eigentümliche Wirkung auf die endung des stammworts, die in den allermeisten fällen einige Veränderung erfährt. Am häufigsten fällt der endconsonant (wo einer ist) ganz weg, und der anhang kommt dann also an den endvocal; zuweilen fällt aber auch dieser weg, da dann der anhang an die vrurzel...
Page 17 - Verbalausdrucke anbelangt, so findet sich die erste gar nicht vor. Die Zeit (gegenwärtig, vergangen, künftig) der Handlung wird zwar nicht ausgedrückt, „ist aber dennoch deutlich, weil, wenn das Erzählte nicht gerade vor Augen geschieht, man vernünftiger Weise nicht anders annehmen kann, als dass es bereits geschehen ist, denn von völlig Ungeschehenem kann man nicht anders reden, als wunschweise, dh im Optativ.
Page 14 - Namlich wenn zwei gegenstände als subject und object, dh entweder als thäter und thatziel, oder als besitzer und besitz durch ein suffix mit einander verbunden sind (gleichviel ob beide genannt sind oder nicht), so hat das wort, was das subject — den thäter oder...
Page 68 - Dieses hat wahrscheinlich die Veranlassung gegeben zu einem in schriften sehr häufig vorkommenden missbrauch des Particips, indem es gradezu als Indic.
Page 15 - Darum, und weil die benennung „subject" hier ausserdem auch für den besitzer in anspruch genommen ist, so ist im folgenden überall, wo der (auf die frage: wer? stehende) gegenstand der rede im allgemeinen und ohne rücksicht auf ein etwaniges object gemeint ist, dafür die benennung „project
Page 14 - ... oder besitzer — benennt, subjective form, und das, was das object — das thatziel oder den besitz — benennt, objective form; die subjectiven formen der suffixe kommen dann in anwendung, wenn derselbe gegenstand einerseits object (besitz) und andrerseits selbst wieder subject (besitzer od. thäter) ist, zb...
Page 15 - subject" gewöhnlich im allgemeinen denjenigen gegensfand versteht, von welchem — auf die frage: wer? — im satz die rede ist, gleichviel ob derselbe ein object hat oder nicht, so ist liier ein- für allemal zu bemerken, dass im grönl. ein subject ohne object undenkbar ist. Darum, und weil die benennung „subject...

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