Theater: Mit Biographie, Portrait, und Facsimile des Verfassers, Volume 14

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Page 131 - Ihre Durchlaucht? Ein Liebhaber von Prozenten bin ich, wie andre auch, so bald es im Handel und Wandel ist. Bei diesem Handel, den ehrlichen Mann da zu retten , sind mir Hundert vom Hundert gelobt.
Page 53 - Krieg srat h. Ich habe in der Kanzlei für die Sache meines Vaterlandes gesprochen — ich habe für unfern Herrn gesprochen — für eine Armee, die eine Rotte betrügerischer Kerls mit schlechten verkürzten Lebensmitteln hinschlachtet — mehr als der Feind. Ich habe meine Worte nicht gewogen — denn ich habe meinen Eid — das Elend der Ermordeten habe ich vor Angen gehabt — da haben ein paar Bösewicht...
Page 59 - Kriegsrath. Du zitterst — sage mir, was fehlt dir? Dallner. Man hat ja manchmal traurige Launen. Kriegsrath. Nun ja, so reibt man die Stirn, man thut einen frischen Athemzug — sieht den Himmel an, baut auf Gott und geht dann weiter dem Beruf nach — so verliert sich das wieder. Aber wenn ein Mann weint, so hat er Unglück oder er ist ein Narr'.
Page 27 - Auch die Generale nicht. Aber die mit der Lieferung zu thun haben, die Betrüger morden uns. Kriegsrath. Das ist Wahrheit. Gruner. Sage ich das allein? Das sagen wir alle. Kriegsrath. Und der Fürst soll es erfahren, das ist meine Pflicht. Gruner. Es sind gar zu viele dabei interessirt.
Page 26 - Der Mann will mich von der Pension stoßen, weil er sie dem Korporal Lebrecht verschaffen will. Dienen kann der auch nicht mehr, das ist wahr. Aber er hat seinen Arm in des Kriegsraths Gartenarbeit gebrochen. Meinen Arm hat eine Kartätschenkugel im Dienst des Herrn getroffen.
Page 131 - Kriegsrath. Lieber, gütiger Herr — Sie haben mein Herz geöffnet. Wollen Sie ein Wort von mir anhören — wir sind allein — nehmen Sie es zu Herzen, als den Segen eines ehrlichen alten Mannes für Ihre künftigen Regierungsjahre, die er nicht mehr erleben wird! Darf ich reden? Fürst. Alles! — alles! Kriegsrath. Sie sind gerecht — gut — aber feurig ! Verurtheilen Sie nie wieder so schnell — als heute. Ihr Wort ist schwer — es todtet und heilt — ist Lohn oder Strafe — lassen Sie...
Page 71 - Charakter, die geben un? nicht klagen zu hören; lieber übermorgen zu Grunde gehen, als heute einen ernsthaften Schritt wagen. Ihre schlimmen Handlungen verdienen keine Verachtung; Ihre guten Handlungen keine Achtung. Man kann Sie bedauern, aber man kann sich nicht an Sie anschließen. Man kann nicht auf Sie rechnen. Sie sind ein leidendes Wesen — Bösewichter bauen nicht auf Sie, gute Menschen vertrauen Ihnen nicht genug.
Page 116 - Kinder! — dies Leben ist nur ein Athemzug. — In einer bessern Welt werden wir fortwirken. — Am großen Feiertage sehen wir uns wieder. — Gebt mir alle eure Hände — alle! — Wir wollen uns alle wiedersehen — alle! — Gott lasse mich keinen von euch vermissen ! (Alle weinen.) Dallner (schluchzt laut).
Page 235 - K onra d. Die Freudenthräne macht Adler jung l August. Seht Vater, die schönen herrlichen Früchte da an, und denkt nun — daß Ihr nichts umsonst gethan habt! Konrad. Denkt, daß heute neue Hoffnung über Euer Thun und Wesen leuchtet, über Euer ganzes Haus! Sagt Euren Kindern — daß, wo der Boden solche Früchte trägt, und in den Menschen solche Her» zen schlagen — man nichts bedarf, um glücklich zu seyn , als den ehrlichen Vorsatz ! 34, Sechster Auftritt.
Page 39 - Für's Geld lauf ich und renn ich genug ; aber alles hat seine Zeit. Wer beim Essen die Zeit sparen will, der verliert zwanzig Prozent am langen Leben".

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