Interfiguralität bei Phaedrus: Ein fabelhafter Fall von Selbstinszenierung

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Walter de Gruyter GmbH & Co KG, Jun 12, 2017 - Literary Criticism - 266 pages
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Dass Phaedrus insbesondere in den Rahmengedichten seiner fabulae Aesopiae eine komplexe Poetik entwickelt, darf in der Forschung als etabliert gelten. Kaum berücksichtigt wurde bisher, welch zentrale Rolle die Figuren der Fabeln in Phaedrus’ Dichtungsprogramm und Selbstinszenierung spielen. So nutzt der Fabeldichter Figuren wie den Gattungsgründer Aesop, den Esel, den Hund, einen Bauern, aber auch Götter als Vehikel seiner Selbstdarstellung und weist ihre Ambivalenz als ein poetologisches Strategem aus: Indem sich Phaedrus durch diese Figuren als inkonsistenter Fabeldichter inszeniert, legt er Widersprüchlichkeit und Vielgestaltigkeit als zentrale Elemente seiner Poetik dar. Eine solche poetologische und selbstinszenatorische Dimension der Fabelakteure wird durch das Konzept der Interfiguralität erklärbar, mit dem sich komplexe Zusammenhänge zwischen Figuren und dem auktorialen Ich beschreiben lassen. In den textnahen Interpretationen zeigen sich zudem vielfältige Bezüge zu Horazens Werk und verdeutlichen, wie Phaedrus die Fabel als selbstständige Gattung in der nachaugusteischen Literaturlandschaft zu etablieren sucht.

 

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Contents

1 Einleitung
1
2 Methodische Vorüberlegungen Interfiguralität
10
3 Phaedrus und Aesop eine textchronologische Betrachtung
16
4 Aesop als Figur und Trickster zwischen Selbstinszenierung und Gattungsreflexion
29
5 Esel Bauern und Götter weitere Fälle von Interfiguralität
68
6 Phaedrus und Horaz
148
7 Schlussbetrachtung
232
8 Literaturverzeichnis
236
Stellenregister
249
Copyright

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About the author (2017)

Johannes Park, Georg-August-Universität Göttingen.

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