Geschichte Tirols von den ältesten Zeiten bis in die Neuzeit, Volume 2

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Page 527 - ... der Regierung des Kaisers entstanden sein. Die Gesammtzahl seiner musikalischen Werke ist erstaunlich und nur zu erklären durch seine edle Begeisterung für die Kunst, durch seinen unermüdlichen Arbeitseifer sowie durch seine Charakteranlage. Die Historiker rühmen den Gleichmuth seines Wesens, mit welchem er die Schläge des Schicksals ertrug, die ihn oft in empfindlichster Weise trafen. Immer wieder kehrte er zu seinen Lieblingsbeschäftigungen zurück und manchen Kummer, manches Leid stillte...
Page 142 - Der gleichzeitige und sehr verläßliche Chronist Kirchmair schreibt hierüber: „Auch hier in diesem Lande ward es mit den Ketzern, besonders mit den Wiedertäufern, je länger, je ärger, und ich glaube, daß allein im Lande der Grafschaft Tirol und Görz (Oberpusterthal) wol 1000 darum verbrannt, geköpft und ertränkt worden sind.
Page 185 - Deutschland dulden mußte, bequemte er sich, wenn auch noch minder entschlofsen, in seinen Landschaften zu ertragen ^). An seinem Hofe, in seinem Hause selbst hatte er Lutherische: er schien es nicht zu bemerken. Es war ihm genug, wenn man von reinen Sitten und unbescholtenem Wandel war: darüber aber hielt er.
Page 142 - Berge schauten ein schreckliches Schauspiel; aller Orten loderten Scheiterhaufen empor, baumelten menschliche Körper an Bäumen oder Pfählen oder wogten in den Fluten, blitzte das Richtbeil!
Page 67 - Erwiderung ab : ,Ich bin ein Mann wie ein anderer Mann — Nur daß mir Gott die Ehre gann (gönnte)'.
Page 138 - ... Tirol ebenso wie in der Grafschaft Hohenberg um Horb und Rottenburg bei aller Grossartigkeit nur eine pathologische Erscheinung ist, deren ungemein weite und rasche Ausdehnung sich nur aus der vorausgehenden evangelischen Bewegung erklärt. Mit Recht sagt Egger: Wie überall in Deutschland, so waren es in Tirol vorzüglich die rührigsten und kräftigsten Elemente des Volkes, die fähigsten, muthigsten und tüchtigsten Köpfe, die sich den neuen Lehren zuwandten '). Aber in den nächsten Jahren...
Page 546 - Erst nach langem Hin» und Herreden und auf die Erinnerung des Landeshauptmannes, daß „kein Land das Recht habe, gegen den Willen eines Herrschers die Successionsordnung zu bestimmen, redu...
Page 344 - Türken unter Führung des Markgrafen von Baden. Zum Ziele dienten drei ausgestopfte Männer mit nummerirten Augen, Ohren und Bund (Turban), von denen der erste auf einem hölzernen Rosse ritt, der zweite stand und der dritte lag. Dem ersten sollte der Kopf mit der Lanze...
Page 72 - Todschläge vorkamen; sie lebten zu Hause mit ihren Dirnen, als wenn sie ihre Weiber wären, kleideten sie mit Luxus und erschienen mit ihnen selbst bei öffentlichen Festen, wie bei Hochzeiten; ja sie schlugen und rauften sich selbst untereinander.
Page 349 - Religionsversolgung und zur Last des fremden Kriegsvolkes noch Mißernten und Hungersnot gesellten. Doch nachdem die Kaiserlichen in die italienische Ebene hinabgestiegen, gewann Frankreich den verlorenen Einfluß wieder und nun trieben es die Prädicanten in Versolgung der Katholiken, namentlich der Capuciner, noch ärger, als je vorher.

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