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aus dem L. Bde der Sitzungsb. d. kais. Akad. der Wissenschaften.

is c h - m in e r a log is c h e Studien.

Von Dr. Gustav Tschermak.

I. Die Feldspathgruppe.
(Mit 2 Tafeln.)

(Vorgelegt in der Sitzung am 15. December 1864.)

ter dem Namen der Feldspathe bekannte Reihe der at stets die Aufmerksamkeit und das höchste Interesse »gen erregt, eben so sehr durch ihre krystallograd chemischen Verhältnisse als durch ihre in Folge der rbreitung bedeutende geologische Wichtigkeit. Die etsten und berühmtesten Männer haben daher mit Vorldspathe zum Gegenstande ihrer Forschung gemacht emeine Interesse dafür angeregt, so dass wir heute eine rosse Menge von Beobachtungen über diese Mineralien mag daher wohl der Entschuldigung bedürfen, wenn er Arbeit hervortrete, um dem gegenwärtigen Stande ss etwas hinzuzufügen. schloss mich nur desshalb dazu, weil ich meinte, die en Ansichten über die chemische Constitution, über n der Isomorphie liessen eine merkliche Vereinfachung il ich des Glaubens bin, eine Vereinfachung in dieser müsste demjenigen eben so angenehm sein, der sich für nen und geologischen Fragen interessirt als demjenigen, ufmerksamkeit der naturgemässen Classification und zuwendet. nd anfänglich nur der gewöhnliche Kalifeldspath und später auch der Labrador besser gekannt waren, wureissig Jahren durch G. Rose die zwei übrigen der Feldspathe: der Albit und Anorthit genauer bekannt. ot fügte den Oligoklas hinzu, dann aber noch eine 1

grössere Anzahl von Arten, die mehr oder minder von den bekann

ten unterschieden waren. Andere Mineralogen fanden Verschiedenheiten in den Eigenschaften und der Zusammensetzung mehrerer neu aufgefundenen Feldspathe und so kam es dass heute, von den Synonymen abgesehen, etwa vierzig Feldspatharten in den Handbüchern figuriren. Wenn ich nun darthun kann, dass bei Vernachlässigung zweier Seltenheiten (des Hyalophan und Danburit) alle diese Feldspathe nur Gemenge dreier Feldspathsubstanzen seien, dass es also streng genommen nur drei Feldspathgattungen geben könne, so glaube ich zu einer Vereinfachung etwas beigetragen zu haben. Dabei verschweige ich jedoch nicht, dass die Grundidee dieser Vereinfachung keineswegs neu sei und ich bemerke, dass durch die früheren Bemühungen der Forscher, welche eine solche Vereinfachung auf chemischer Basis anstrebten, also durch Sartorius von Waltershausen, Rammelsberg, Scheerer, der Gedanke endlich so weit entwickelt wurde, dass Andere wie Delesse, Hunt denselben als keines speciellen Beweises bedürftig hinstellten. Den speciellen Beweis zu führen, will ich nun hier versuchen. Dabei gebe ich noch mehrere Beobachtungen und Ausführungen, die mehr oder minder dazu gehören, immer hoffend, diese Studie werde trotz der vielen nicht von mir herrührenden Zahlen jene Aufnahme finden, welche ihre Tendenz beansprucht, denn ich will nichts behaupten um Recht zu behalten, sondern um das Interesse Anderer auf Fragen hinzuwenden, die mir der Lösung werth scheinen. Das bis jetzt aufgehäufte Beobachtungsmaterial ist so gross, dass eigene Versuche und Wahrnehmungen immer nur ein Minimum hinzufügen können. Für die Vergleichung des Bekannten sind das Handbuch der Mineralchemie von Rammelsberg, die Mineralogie von Descloizeaux unschätzbare Hilfsmittel, eben so unentbehrlich sind die Jahresberichte über die Fortschritte der Chemie von Kopp und Will und die Kenngott'schen Jahresberichte, die leider jetzt in's Stocken kamen, Meine Versuche bezweckten zum Theil die Ermittlung gewisser Normalzahlen, zum Theil brachten sie einige Belege für die Übereinstimmung der berechneten und beobachteten Zusammensetzung, Eigengewichtes. Die Beobachtung betraf die folgenden e ich das mit Sorgfalt ermittelte Eigengewicht anführe e analysirten Feldspathe bezeichne: 573 *Adular von Pfitsch, Tirol. 565 „ vom Gotthard. 562 * Rhyakolith von der Somma. 570 Amazonit aus Sibirien. 626 * Loxoklas von Hammond. 624 * Albit von Windisch Matrey, Tirol, 626 * „ „ Hombok, Mähren. - 620 * Periklin von Pfitsch, Tirol. 624 Hyposklerit. 635 * Albit vom Laacher See. -643 * Oligoklas von Hitteröe, Norwegen. 697 * Labradorit von Labrador. xoklas ist von Herrn Dr. Ludwig, der Periklin von Herrn m Laboratorium des Herrn Professors Redtenbacher orden. Beobachtungen sind nur durch die Benützung der ausHilfsmittel des k. k. Hof-Mineraliencabinetes und des Laboratoriums am polytechnischen Institute ermöglicht ofür ich dem Herrn Director M. Hörnes und dem Herrn chrötter meinen besten Dank sage. folgenden Abhandlung sind die kalireichen Feldspathe thoklas u. s. w. als Kalifeldspathe meist getrennt besproden Feldspathen der zweiten Reihe den Natron-Kalk

Die Form.

lifeldspathe. Die bisherigen Beobachtungen haben für en Kali-Feldspath, den Adular, ein monoklinisches Kry

ergeben. Die schiefe Endfläche (P) ist gegen die e (M) genau senkrecht, gegen die Querfläche (k) mit eneigt, die beiden Säulenflächen T und l sind in geomeeziehung einander gleich. Die zuweilen beobachteten ohysikalischen Unterschiede dürften dem reinen Adular nmen, sondern von später zu erwähnenden Beimengunhren. Damit stimmen auch meine an dem Adular von

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Pfitsch, Tirol, ausgeführten Messungen vollständig überein. Ich vergleiche sie mit den Resultaten Kupffer's ). Mit l ist die glattere der beiden Prismenflächen bezeichnet.

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Man sieht, dass die Neigung Tl gewissen Schwankungen unterliegt. Von T und von r erhält man oft Doppelbilder. Die angegebenen Zahlen betreffen nur die von solchen Fehlern freien Bestimmungen. Einen Unterschied der Spaltbarkeit nach Tund l habe ich beim Adular nicht gefunden. Die Versuche an dem Adular vom St. Gotthard, von Pfitsch und Rauris gaben das gleiche Resultat.

Am Adular vom Gotthard zeigt sich öfter eine treppenartige Wiederholung der Kante Pr, eben so eine Streifung parallel T. Solche Krystalle können als Viellinge nach dem Zwillingsgesetze: Berührungsfläche k, Axe der Hemitropie die Brachydiagonale, aufgefasst werden. Der Adular vom Gotthard und anderen Fundorten hat auf P oder auf ar, y eine gitterähnliche Zeichnung, welche durch vertiefte Linien parallel T und l hervorgebracht wird. Die beiden angeführten Erscheinungen stehen im Zusammenhange mit der Art des Fortwachsens der Krystalle und sind im Einklange mit später anzuführenden Beobachtungen über das Verwachsen des Orthoklas und Albit.

Nicht alle Kalifeldspathe zeigen genau dieselben Abmessungen, wie der Adular. Wenn auch die Abweichungen, welche Breithaupt für die von ihm Valencianit und Mikroklin genannten Kalifeldspathe angibt, keine Bestätigung gefunden haben und neuerdings Descloizeaux an dem grünen Mikroklin von Bodenmais die Rechtwinkligkeit der Hauptspaltungsflächen constatirt hat, so dürften doch andere Fälle sicherer sein. Ich meine hier vor Allem die constalirten Abweichungen am Ryakolith und die am Ama

1) Pogg. Ann. XIII, 209

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