Page images
PDF

- -

D e n of ben es
R e d e

[merged small][merged small][merged small][merged small][ocr errors][ocr errors]

1 8 3 3.

[subsumed][graphic][graphic][graphic]
[ocr errors][merged small]

Nach dem Frieden (Ol. 108, 2.), durch welchen der heilige Krieg beendigt, die Verheerung von Phokis gerechtfertigt, und der siegreiche König von Makedonien in den Rath der Amphiktyonen eingeführt war, hatte einige Jahre hindurch äußere Ruhe in Griechenland geherrscht; die innere Bewegung aber war von der einen Seite durch das Bestreben die gewonnene Macht zu befestigen und zu erweitern, von der andern durch ein nur allzu begründetes Mistrauen, durch die Hoffnung der Wiedererlangung des Verlornen, und die Nothwendigkeit der Vertheidigung des noch bestehenden Besitzes ununterbrochen angeregt. Jeder Schritt, den die eine oder die andere Partei nach ihrem Ziele hin that, bot der entgegengesetzten einen Vorwand zu feindseliger Aufregung; und so lange bei dieser Stimmung der leiseste Hauch hinreichte, die unter der Asche schlummernde Flamme zum Ausbruche zu bringen, konnte der Plan, der den König nach Persien zog, nicht zur Ausführung kommen !). Der Heerd des

1) Dieser Plan hatte sich ohne Zweifel erst in dem Fortgange glücklicher Kriege entwickelt, die zur Befestigung des makedonischen Thrones unternommen worden waren. Angeregt war er schon frü

A *

[graphic]
[graphic]
[graphic]
[graphic]
[graphic]
[graphic]
[graphic]
[graphic]
[ocr errors]

her. Das Unternehmen des jüngern Cyrus und die gelungenen Versuche der Spartaner unter Agesilaus hatten die innere Schwäche der persischen Macht allzudeutlich offenbart, um nicht den Gedanken an einen Angriff kühnerer Art zu nähren, in welchem Isokrates ein Mittel der Vereinigung der mishelligen Staaten von Hellas sah. Eine solche Vereinigung wünschte auch Philippus zu eignem Vortheil und seit er in den Bund der amphiktyonischen Staaten getreten war, scheint sie das Ziel seiner Politik gewesen zu seyn.

2) Als ihm Einige nach dem Siege bei Chäronea harte Züchtigung Athens anriethen, sagte er: Es würde wohl ungereimt seyn, wenn ein Mann, der Alles um des Ruhmes willen gethan und gelitten hat, den Schauplatz des Ruhmes zerstören wollte. (Plutarch. T. II. p. 178. A.) Sein ganzes Verfahren stimmte mit diesem Ausspruche überein.

[ocr errors]

3) In dieser Beziehung kann Polybius Ausspruch (XVII. 14, 13.) gelten, daß Athen seinem hartnäckigen Streben gegen Philippus die größten Unfälle und die Niederlage bei Chäronea verdankte.

4) Während Philippus (Ol. 110, 1.) Selymbria und Perinthus belagerte, trug Demosthenes darauf an, ihm den Krieg zu erklären, die Säulen des vorigen Friedens umzustürzen und Schiffe auszurüsten , (Philo chorus b. Dionys von H. Epist. ad Ammae. c. II. T. VI. p. 471. Philochori Fragm. ed Sibelisp. 75. f. Vergl. Dio dor 16, 77.). In der That ging auch Hülfe unter Chares Anführung ab, ward aber nicht aufgenommen; dann unter Phokion mit befserm Erfolg (Plutarch Vit. Phoc. c. 14), worauf nach Diodor im nächsten Jahre (O. 110, 2.) ein neuer Friede geschlossen wurde. S. Winiewski S. 227. f.

« PreviousContinue »