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b) Dulcin.
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Treupel, Kurze Bemerkung zu dem Aufsatze „Ueber das Dulcin". Münchener medicin. Wochenschr. 1897. 44. 12.

c) Glutin.

E. Nölting und F. Wegelin, Ueber einige Triazinderívate des Chrysoidins und des Orthoamidoazotoluols. Ber. d. deutsch. chem. Gesellsch. 1897. 2595 f. Wasser.

Referent des Ausschusses: Dr. König.
Verfasser: Dr. Hintz, Dr. Janke, Dr. Ohlmüller.

Unter „Wasser" soll hier ausschliesslich nur das Trink- und häusliche Gebrauchswasser verstanden werden.

Erste Bedingung für den richtigen Ausfall der Untersuchung und für die richtige Beurtheilung eines Trinkwassers ist die Probenahme, welche unter Berücksichtigung der örtlichen wie zeitlichen Verhältnisse einer 'Wasserversorgungsstelle, thunlichst von dem Sachverständigen selbst, ausgeführt werden soll.

Als weiterer leitender Anhaltspunkt muss gelten, dass sich die Probenahme wie Untersuchung ganz nach der gestellten Frage richtet und dass nicht für alle Fälle ein einziges allgemein gültiges Verfahren aufgestellt werden kann.

Untersuchung der örtlichen Verhältnisse.

Hierbei ist zu beachten, ob das Wasser ein Oberflächen- oder ein Grundwasser ist.

Als Oberflächenwasser bezeichnet man das zu Tage liegende Wasser von Seeen, Teichen, Flüssen, Bächen u. dergl., auch vorübergehende Ansammlungen von Niederschlagswasser, ferner das in künstlichen Aufstaubehältern, wie Cisternen, Thalsperren, aufgesammelte Wasser, schliesslich das Quellwasser, welches nicht gegen den Zutritt von Oberflächenwasser geschützt ist.

Als Grundwasser bezeichnet man das im Boden auf undurchlässigen Schichten ruhende oder fliessende Wasser, sei es, dass dasselbe nach Lage und Form der undurchlässigen Bodenschichten freiwillig als Quelle zu Tage kommt, ohne Zutritt von Oberflächenwasser, oder dass es erbohrt wegen seines eigenen Druckes ausströmt (artesische Brunnen), oder durch maschinelle Einrichtungen aus Bohrlöchern oder Schacht- oder Kesselbrunnen gehoben wird (Pumpen).

Bei Oberflächenwasser ist zu berücksichtigen, dass dasselbe auf natürlichen und künstlichen Wegen verunreinigt werden kann. In erster Beziehung ist zu erwähnen, dass die Farbe, die Klarheit, z. Th. auch die Härte des Wassers von der Boden- und Gesteinsart abhängig ist, auf der es steht oder sich bewegt; dass ferner Veränderungen der Beschaffenheit des Oberflächenwassers von der Neigung (Abschwemmung) oder Beschaffenheit des Geländes (Bodenart, Wald, Wiese, Feld etc.) beeinflusst werden können. In letzter Beziehung wird die Herkunft der Verunreinigungen, ob dieselben aus menschlichen Wohnstätten, aus Fabriken, Bergwerksoder anderen Gewerbebetrieben stammen, die Beschaffenheit und Menge derselben und die Art ihres Zutrittes zum Oberflächenwasser zu ermitteln sein.

Die Definition des Begriffes „Grundwasser" setzt voraus, dass dieses Wasser einer Filtration durch Bodenarten unterworfen war, und durch eine Bodendecke vor direktem Zutritt von Luft und Oberflächen- bezw. Regenwasser geschützt ist.

Während jener Filtration sind ungelöste Bestandtheile mechanisch abgeschieden und andererseits gewisse Bodenbestandtheile in Folge ihrer Löslichkeit in Wasser durch letzteres gelöst worden.

Die physikalischen und chemischen Eigenschaften eines Grundwassers sind sonach von dem Gefüge und der Art der durchwanderten Bodenschichten abhängig. Beispielsweise kann Grundwasser trübe und sehr bakterienreich sein, wenn es zerklüftete Gesteinsschichten oder lockeres Gerölle durchlaufen hat; dies ist namentlich nach starken Niederschlägen der Fall, oder wenn Oberfiächengewässer verschwinden und einen unterirdischen Lauf annehmen. Gut filtrirende Bodenschichten liefern ein klares, sehr bakterienarmes, sogar bakterienfreies Grundwasser. Andererseits wird die chemische Zusammensetzung von der Art der Bodenschichten beeinflusst; so ist Wasser aus kalkreichen Böden reich an Kalk.

Ueber die Beschaffenheit eines Grundwasserstromes geben Bohrungen (Bohrregister) Aufschluss, die stets durch einen hydrologisch geschulten Sachverständigen anzustellen sind.

Die Beschaffenheit eines Grundwassers ist im Allgemeinen von der Höhe der durchwanderten Bodenschicht abhängig.

Werden jedoch aus einem Grundwasserstrome sehr grosse Mengen von Wasser entnommen, so kann Wasser aus entfernteren Bezirken herangezogen und dadurch die Beschaffenheit des ursprünglichen Wassers wesentlich verändert werden.

Wo der Grundwasserspiegel nahe der Erdoberfläche liegt, können Verunreinigungen des Bodens das Grundwasser nachtheilig beeinflussen; die Ursache und Ausdehnung derselben ist eingehend zu erforschen.

Schliesslich ist noch darauf zu achten, ob nicht die Möglichkeit einer Verunreinigung des Grundwassers vorliegt durch die Art, wie es zugängig gemacht wird. Bei Quellen wird zu untersuchen sein, ob die bauliche Fassung gegen eine Verunreinigung des Wassers Gewähr leistet; ob nicht unreine Flüssigkeiten zutreten oder überhaupt unreine Stoffe durch Wind oder sonstwie hineingelangen können. Die Prüfung der nächsten Umgebung der Quelle wird hierbei leitend sein.

Bei Beurtheilung des Einflusses des Geländes wird zu berücksichtigen sein, ob dasselbe als Acker- oder Wiesenland benutzt oder mit Wald bestanden ist, ob sich darauf Wohnungen, Stallungen, Dungstätten, Abzugsgräben für Schmutzwässer befinden und dergl.

Wird das Grundwasser durch Brunnen zugängig gemacht, so ist zwischen Röhren- (Abessinier-) und Schacht-Brunnen (auch Kesselbrunnen genannt) zu unterscheiden.

Röhrenbrunnen ermöglichen eine Verunreinigung des Grundwassers von oben her nur bei geringer Tiefe. Immerhin wird bei diesen, besonders aber bei den Schachtbrunnen die Aufmerksamkeit auf die Möglichkeit der Bodenverunreinigung und des Zutrittes von Unreinlichkeit zum Brunnen ebenso wie bei Quellen zu richten sein. Bei Schachtbrunnen ist die Bauart näher festzustellen, ob sie aus Eisen- oder Thonröhren, Holz, Bruch- oder Mauersteinen gebaut sind, ob die Brunnenwandungen dicht oder undicht sind, so dass sie möglicherweise den Zutritt von Seitenwasser gestatten. Durch Befahrung des Schachtes kann der Zufluss unreiner Stoffe oft direkt nachgewiesen werden. Beschädigte Pumpen oder unreine Hebevorrichtungen (faulendes Holz) können ebenfalls das Wasser verschlechtern.

Die sogenannten Ziehbrunnen sind immer Verunreinigungen von aussen her ausgesetzt; bei artesischen Brunnen ist diese Möglichkeit ausgeschlossen.

Bei allen Brunnen muss für den raschen Abfluss des Aufschlagwassers gesorgt sein, dasselbe darf nicht wieder in den Boden versickern.

Das Oberflächen- wie auch das Grundwasser sind unter Umständen in ihrer Zusammensetzung sehr von dem zeitweiligen Regenfall abhängig; auch können durch anhaltende Trockenheit und starken Frost Risse und Veränderungen des Gefüges des Bodens entstehen, welche ihrerseits wieder Veränderungen in der Filtration des Grundwassers durch den Boden im Gefolge haben. Um daher ein zutreffendes und einwandfreies Urtheil über die Beschaffenheit einer Wasserversorgung zu erhalten, ist es nothwendig, das Wasser öfters und zu verschiedenen Jahreszeiten zu untersuchen.

Wird das Wasser in Rohrleitungen einer allgemeinen Benutzung übergeben, so finden, je nachdem es Oberflächen- oder Grundwasser ist, die vorstehenden Leitsätze sinngemässe Anwendung. Ausserdem wird die Masse der Leitungsröhren Berücksichtigung finden müssen; gemauerte Leitungen können, wenn durchlässig, unreines Wasser von der Seite her aufnehmen; bei Bleiröhren kann Metall in Lösung gehen; faulende Holzrohre verleihen dem Wasser einen widerlichen Geruch und Geschmack.

Oberflächenwasser soll nicht ohne voraufgehende Reinigung zum

Vereinbarungen. II. Ю

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