Heinrich Böll als Moralist: die Funktion von Verbrechen und Gewalt in seinen Prosawerken

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Heinrich Böll wird mit Recht als Moralist bezeichnet. Das Thema von Verbrechen und Gewalt, das eine zentrale Funktion in seinen Prosawerken einnimmt, wurde aber bis jetzt nicht gebührend analysiert. Diese Untersuchung zeigt wichtige Zusammenhänge zwischen den essayistischen und den fiktiven Schriften in bezug auf Verbrechen und Gewalt. Böll stellt Verbrechen und Gewalt hauptsächlich in der Form eindrucksvoller Erinnerungen dar, in denen die wahre, moralisch überlegene Natur seiner Menschen ans Licht kommt. Diese primäre Funktion widerspricht nicht seiner positiven Darstellung gewisser krimineller Taten, die vom Staat als kriminell bezeichnet werden, aber für Böll legitime Formen des Widerstands und des Protests sind. Dieses Buch dient dem Verständnis der Charakterisierung Bölls als Moralisten und trägt zu einer Klärung seines ambivalenten literarischen Vermächtnisses bei.

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Contents

Einleitung
1
II
7
Bölls Reden und Essays
17
Copyright

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Common terms and phrases

About the author (1999)

Der Autor: Lawrence F. Glatz ist seit 1996 Assistant Professor of German am Metropolitan State College of Denver, Colorado. Er erwarb die Doktorwürde an der Pennsylvania State University im Jahre 1995. In der Bundesrepublik Deutschland studierte er in München, Kiel, Hamburg und Berlin. Außer der deutschen Nachkriegsliteratur und seinen Tätigkeiten als Sprachlehrer interessiert er sich für Multimedia und Zweitspracherwerb, Geschäftsdeutsch und deutsche Kulturgeschichte.

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