Aristophanes und sein Zeitalter

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1827
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Popular passages

Page 368 - Stückes selbst nachgewiesen (S. 380) : 'aber dieser flüchtige Vogelschwarm bildet den Chor, der seinem Wesen nach der Gegensalz und Widerspruch dieses unredlichen Leichtsinns ist und vielmehr die sittliche Substanz darstellt. Die Vögel zeigen daher durch ihre Erscheinung als Chor sogleich stillschweigend den Gegensalz ihres Symbols, oder sie vernichten in ihrer Erscheinung den Ernst ihrer Maske. Dies kann auch so aufgefaszl werden , dasz dieser Vögelchor dem anschauenden die Ironie seines Symbols...
Page 374 - Pheisthetäros ist das zwar noch glimmende, aber bereits unter der Asche vergrabene, alte Princip der Sitte zur Anschauung gebracht worden, Indem er Alles vor das Forum dieser Vögelwelt zieht, und die entlegensten und heterogensten Gegenstände in den Kreis seiner Betrachtung bannt« bezeichnet det Dichter damit die absolute Macht dieser Welt, der nichts mehr heilig und ehrwürdig.
Page 374 - ... unendliche Leichtsinn vollendet sich dem Anschauenden endlich in der Ausgleichung mit den Göttern, wodurch Peisthetairos die früher dem Zeus angehörende Macht empfängt. Damit ist aber das einzelne Subject als der absolute Herr von Allem positiv ausgesprochen, indem in dasselbe aller objective Inhalt zurückgeht, und gegen die Subjectivität Nichts auszuhalten im Stande ist, da sie allein als das Unbewegliche in allem Bewegten und Verschwindenden übrig bleibt. Also hat der Dichter dies Gemälde...
Page 377 - Anderes, als dafs die Sitte und das Gesetz, als Sitte und als Gesetz, ihm nicht die letzte Instanz gewesen seien, er sich nicht mit dem unmittelbaren Aufnehmen der einmal geltenden...
Page 27 - Wie das Drama die Spitze der Poesie bildet, so ist es auch in seiner Entwickelung nothwendig die letzte Erscheinung, da es selbst zu seinen Voraussetzungen die beiden anderen Gattungen hat, deren Elemente es in sich vereint.
Page 8 - Alterthum belebten, sind uns nicht verschlossen, und können uns auch nicht verborgen geblieben sein, da es das "Wesen des Geistes ausmacht, die Frucht, welche er hervorgetrieben hat, der dankbaren Nachwelt zu überliefern, wohl wissend, 'dafs ihm nichts • verloren geht, was er von Werth mit Sicherheit besessen.
Page 7 - Fähigkeit ihn /u empfangen, was sich in diesem Processe absondert, ist das Hartnäckige, dessen Ohnmacht darin besteht, nicht von demselben afficirt werden zu können, und dies ist das dem Begriffe absolut entgegenstehende Reich des Zufalls.
Page 374 - ... und heterogensten Gegenstände in den Kreis seiner Betrachtung bannt, bezeichnet der Dichter damit die absolute Macht dieser Welt, der nichts mehr heilig und ehrwürdig. Dieser unendliche Leichtsinn vollendet sich dem Anschauenden endlich in der Ausgleichung mit den Göttern, wodurch Peisthetairos die früher dem Zeus angehörende Macht empfängt.
Page 318 - Die Schuld des Subjects besteht aber gerade darin, daß es sich arglos diesen täuschenden Mächten hingiebt, und unwissend ist über das Wesen, welches diesen Schein herauskehrt. Dog, det angaaer mere hele den indre Oeconomi i...
Page 36 - Einsicht, dafi die Sinnlichkeit als solche ihm nie Zweck gewesen, noch auch der Hefe des Volkes zu gefallen seiner Gesinnung zugesagt, daß sich vielmehr auch in dem bunten Gemisch und den mannigfachen Ausführungen sinnlicher Triebe und Bedürfnisse die Ader des Ernstes und seine tiefe sittliche Natur aufthut.

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