Ehe und Familie

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VS Verlag für Sozialwissenschaften, Jan 1, 1982 - Social Science - 196 pages
Die Vertrautheit mit der Institution Ehe hat em Denken in Selbstver­ stimdlichkeiten begünstigt, so daß erst durch die Problematisierung der Alltagserfahrung ein Zugang zu dieser sozialen Lebensform eröff­ net wird. Ehe und Familie als einen "dramatischen Vorgang" zu be­ greifen, ihn als elementaren SOZlalisatlOnsprozeß zu interpretieren, stört zunächst nicht traute Behaglichkeit. Wird man jedoch aufgefor­ dert, Alternativen zu entwickeln, erfahren wir rasch die Begrenztheit unserer Phantasie, die Grundstrukturen der famllialen Gruppe schim­ mern deutlich erkennbar hinter den "Gegenentwürfen" durch. Diese Studie zur Ehe und Familie soll nicht eine Bestandsaufnah­ me im Sinne einer "Verklärung" sem. Beide werden vielmehr als Pro­ zeß menschlicher Vergesellschaftung verstanden, die nicht frei von Auswirkungen sozialen Zwanges smd. In ihnen begegnen Wir einem konflikrfähigen und -trächtigen Zusammenschluß von Menschen, die ihre Lebenswirklichkeit nur über Sozialisationsprozesse herstellen können. In dem Ausmaß, wie es den Beteiligten gelingt, eine sozial und moralisch akzeptierte Form des Zusammenlebens zu entwickeln, wirkt diese als soziale Verhaltensanforderung auf sie zurück. Gemein­ samkeit und Individualität sind nicht soziale Pole, zWischen denen Ehe und Familie sich entwickeln können, die soziale Vereinbarkeit bei der Ausrichtungen muß in Übereinstimmung zueinander gebracht werden. An diesem Prozeß der sozialen Selbstfindung können Men­ schen auch scheitern, was nicht mit der Ablehnung von Ehe und Fa­ milie verwechselt werden darf. Den emzelnen Kapiteln sind am Ende themenvertiefende Litera­ turhinweise beigefügt, die ein weiterführendes Studium anregen und begleiten sollen. Diese Abhandlung verdankt viel der tätigen Mithilfe von Frau Dip!. Päd. Andrea Dormann.

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Contents

Einleitung
9
Familiale Lebenswelten
22
Generatives Verhalten
41
Copyright

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Common terms and phrases

Adoleszenz affektive Anforderungen angesprochen Anteil Aspekt Ausmaß Auswirkungen Bedingungen Belastung Beruf Berufstätigkeit besonders bestimmt Bewältigungskonzept Beziehungen Beziehungsebene Bundesrepublik chen Consensus-Ehe darf Dorfbeueren durchgängig Ehedauer Ehen Ehepaar Ehepartner Eheschließung eindeutig Einkommen Einstellung Eltern emotionale Empathie Endogamie Entfaltung Entscheidung Entwicklung erfahren Erwartungen Erwerbstätigkeit Fami familiale Lebenswelt familialen Sozialisation Familie Familienbericht der Bundesregierung Familienformen Familienmitglieder Familiensoziologie Familientherapie Familienzyklus Folieneinband Form Frau Freizeit Freizeitverhalten Funktion Gattenfamilie Gattenpaar Geburt Geburtenrate Gemeinsamkeit generative Verhalten geschieden Gesellschaft Gruppe Handeln Haushalt Heirat Heiratsalter hohe Hrsg Individualität Inhalts innerfamilialen insgesamt Interaktion interpretiert Inzesttabu Jahren Kernfamilie Kinder kommt Konflikte läßt Lebensform lichen Mann Menschen Merkmale Mikrozensus Mitglieder möglich moralische Mühlfeld muß Mutter Mutterrolle normativen Partner Partnerbindung Partnerwahl Personen Phase Primärsozialisation Prozeß Qualifikation ranghohe Rolle rung Scheidung Scheidungsrate Selbstbildes Selbstverständnis Sexualität Solidarität soll sowie sozialen Angebote sozialen Rollen Sozialisationsprozeß Sozialpolitik Soziologie SS SS Statistik Struktur Tabelle Therapie tion tung Umwelt unserer unterschiedlichen Veränderung Verhaltensformen Verhaltensmuster Verwandtschaftssystem Zusammenlebens

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