Phänomenologie und Idealismus: Struktur und Methode der Philosophie Rudolf Steiners

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Schwabe, 2008 - Philosophy - 464 pages
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Das wichtigste Problem alles menschlichen Denkens ist das: den Menschen als auf sich selbst gegrundete, freie Personlichkeit zu begreifen.' Dieser Schlussatz von Rudolf Steiners Dissertation Wahrheit und Wissenschaft (1892) enthalt lapidar die Grundfrage seiner ganzen Philosophie. Steiner stellte sich diese Frage, als er zum ersten Mal Kant und dann als junger Student Fichte las. Diesem Problem widmete er sein erkenntnistheoretisches Hauptwerk Die Philosophie der Freiheit (1894). Seine Freiheitsphilosophie erklart auch sein Eintreten fur Nietzsche gegen die damalige herrschende Richtung der Philosophie und liess ihn schliesslich, im Unterschied zur Theosophie, in die er sich nach der Jahrhundertwende involvierte, eine Anthroposophie entwickeln, das heisst eine spirituelle Menschen- und Weltanschauung, die das Freiheitsmoment des menschlichen Geistes in den Mittelpunkt stellt. Diese Problemstellung bringt Steiner schon unmittelbar in die Nahe Fichtes, Schellings und Hegels. Steiner betrachtete sich als einen Erneuerer des Idealismus, der nicht einfach aus den Schriften dieser Denker schopft, sondern der sich den Idealismus neu auf phanomenologischen Grundlagen und namentlich anknupfend an Goethes naturwissenschaftliche Arbeit aufbaut. Der Autor untersucht in seiner historisch-kritischen Arbeit die Methode und die Strukturaspekte von Steiners Philosophie und unternimmt im Abschluss eine Wurdigung, die Steiner jenseits von Apologetik und Polemik eine gebuhrende Stelle in der Geschichte der Philosophie zu geben versucht. Die Hauptfragen von Sijmons' Untersuchung sind: Wie hat Rudolf Steiner einen um die Freiheit zentrierten Idealismus auf phanomenologischer Grundlage schaffen wollen? Was ist seine philosophische Methode gewesen? Wie verhalten sich dabei die objektive Idee und das subjektive Erlebnis derselben (Bewusstsein) oder Wissen und Handeln (Freiheit) zueinander?

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